AMD: Lichtschäden und Immuntherapie AMD-Forschung: Kooperation der Unikliniken Köln und Zürich

Ein deutsch-schweizerisches Verbundprojekt untersucht Netzhautschäden durch starke Lichteinstrahlung und erprobt die Wirksamkeit neuartiger Arzneimittel, die das Immunsystem regulieren.

Starke Lichteinstrahlung auf die Augen und chronische Immunprozesse sind wichtige Risikofaktoren für die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD).

Neues Projekt gestartet

Ein Deutsch-Schweizer Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Langmann von der Uniklinik Köln untersucht nun erstmals den Zusammenhang von Licht und Immunsystem bei der Schädigung der alternden Netzhaut.

In dem von einer Schweizer Stiftung geförderten Projekt von Professor Langmann, Inhaber des Lehrstuhls für Experimentelle Immunologie des Auges am Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln, und dem Labor von Professor Christian Grimm (Uniklinik Zürich) untersuchen die Wissenschaftler in präklinischen Studien dezidiert Netzhautschäden durch starke Lichteinstrahlung und erproben die Wirksamkeit von neuartigen Arzneimitteln, die das Immunsystem regulieren und so die Netzhaut schützen. Auf der Grundlage der Studienergebnisse soll ein innovativer Therapieansatz zur Behandlung der AMD entwickelt werden.

Schutz vor Lichtschäden

Fast zwei Millionen Menschen in Deutschland sind von der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) betroffen. Die Erkrankung zerstört Sehzellen vor allem am Ort des schärfsten Sehens in der Netzhaut, der sogenannten Makula. Nur mit einer gut erhaltenen Makula können Menschen scharf sehen. Neben dem Alter selbst sind Rauchen, bestimmte genetische Veränderungen des Immunsystems bzw. chronische Immunprozesse und starke Lichteinflüsse auf die Augen die wichtigsten Risikofaktoren für diese Erkrankung.

Professor Thomas Langmann war von 2010 bis 2012 der Inhaber der PRO RETINA-Stiftungsprofessur in Regensburg.

Quelle: Ophthalmologische Nachrichten online vom 11.6.2015

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Zuletzt geändert am 07.07.2015 23:58