Forschungspreis für Hamburger Netzhautwissenschaftler

Katharina Kruszewski und Prof. Udo Bartsch von der Klinik für Augenheilkunde des Hamburger Universitätskrankenhauses Eppendorf erhalten einen Forschungspreis für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der erblichen Netzhautdystrophien. Ausgezeichnet wurde ihr Forschungsprojekt "Stammzellbasierte Neuroprotektion von Zapfen in Mausmodellen für erbliche Netzhautdystrophien".

Von diesen genetisch bedingten neurodegenerativen Erkrankungen der Netzhaut (Retinitis pigmentosa) sind weltweit etwa drei Millionen Menschen betroffen. Effektive Behandlungsmöglichkeiten existieren gegenwärtig nicht, langfristig führt die Erkrankung zur Erblindung. Dabei sterben in der Regel zunächst die Stäbchen-Photorezeptoren (verantwortlich für Dämmerungssehen und das äußere Gesichtsfeld) und in der Folge die Zapfen-Photorezeptoren (verantwortlich für Sehschärfe, das Tagessehen und die Farbwahrnehmung) der Netzhaut ab. In dem geförderten Projekt soll untersucht werden, ob und in welchem Umfang ein funktioneller Erhalt der Zapfen über eine stammzellbasierte Therapie (Neuroprotektion) erreicht werden kann.

Die Hamburger Stiftung Dr. Liselotte und Dr. Karl-Robert Brauns hat zum zweiten Mal nach 2011 einen Forschungspreis für Augenheilkunde verliehen.

Quelle: Ophthalmologische Nachrichten online

Zum Newsletter-Archiv

Hier können Sie sich für den Newsletter an- oder abmelden.

Zuletzt geändert am 27.12.2013 12:34