Glossar

Das nachstehende Glossar für augenärztliche und genetische Fachausdrücke wurde von Prof. Ulrich Kellner bereitgestellt und im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung geförderten Projekts "SND-Netz in Aktion", Charité Augenklinik Berlin, entwickelt.

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Buchstabe: C

c.c.

C1QTNF5

C2

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CABP4

CAR

Carcinom assoziierte RetinopathieAutoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut bei Vorliegen eines Carcinoms außerhalb des Auges. Detaillierte Informationen unter:

Carcinom assoziierte Retinopathie

CARAutoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut bei Vorliegen eines Carcinoms außerhalb des Auges. Detaillierte Informationen unter:

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Cat

Abkürzung für CataractWeitere Informationen unter: Katarakt

Cataracta incipiens

beginnende Katarakt (Linsentrübung, grauer Star)

CBD

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1LW

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CBP

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1MW

CBT

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1SW

cc

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CDH23

CDHP

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CDH3

CDR

Cup-Disk-RatioDer Begriff wurde aus dem Englischen übernommen. Er bezeichnet das Verhältnis (Ratio) von der normalen oder beim Glaukom vergrößerten Vertiefung (Exkavation = Cup) in der Papille (Sehnervenkopf) zur Gesamtfläche der Papille (Disk). Damit ist ein grobes Maß gegeben, um die Schädigung der Papille beim Glaukom zu beschreiben. Eine CDR von größer als 0,5 ist nicht normal.

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CEP290

Cerclage

Eindellende Operation zur Behandlung einer NetzhautablösungUmschnürung des Augapfels mit einem Silikonband mit dem Ziel, die abgelöste Netzhaut wieder der Aderhaut anzulagern. Eine Cerclage kann mit einer Vitrektomie kombiniert werden. In der Gynäkologie bezeichnet eine Cerclage einen ringförmigen Verschluss des Muttermundes, um eine vorzeitige Geburt zu verhindern.

Cerebellum

Kleinhirn

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CERKL

CFB

CFH

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Chalazion

Chimäre

nicht einheitlich verwendeter Begriff. Lebewesen oder Gewebe aus Zellen verschiedenen Genotyps (Hybrid)

Chloroquin-Retinopathie

Resochin-Retinopathie (Resochin ist ein Handelsname von Chloroquin)Bei langdauernder (1 Jahr oder länger) Einnahme des Medikaments Chloroquin kann es zu Nebenwirkungen an der Netzhaut kommen, die sich zuerst durch Lesestörungen bemerkbar machen. Chloroquin führt häufiger zu Nebenwirkungen als Hydroxychloroquin. Wird das Medikament nicht abgesetzt, schreiten die Sehstörungen fort mit Verlust der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes. Deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen bei längerdauernder Chloroquin-Behandlung wichtig. Eine frühzeitige Erkennung einer Chloroquin-Retinopathie ist mit dem multifokalen ERG möglich.

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chorioatrophisch

Bereich mit Aderhautatrophie

chorioidal

auch: choroidaldie Aderhaut betreffend

Chorioidea

Aderhaut (auch: Choroidea):Teil der Uvea, zwischen Lederhaut (Sklera) und Netzhaut (Retina) gelegen. Die Aderhaut ist als gefäßreichste Schicht des Auges für die Ernährung der Photorezeptoren der Netzhaut und den Abtransport von Abbauprodukten wesentlich.

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Chorioidemie

auch Choroideremie: Fortschreitende, x-chromosomal vererbte Degeneration der Aderhaut infolge von Mutationen im REP1-Gen; Symptome: Nachtblindheit, konzentrische Gesichtsfeldeinschränkung, erst spät herabgesetzte Sehschärfe, Männer sind schwer betroffen, Frauen haben erkennbare Netzhautveränderungen, aber in der Regel eine normale Funktion

Choriokapillaris

Schicht kleiner Aderhautgefäße zwischen dem retinalen Pigmentepithel und den großen Aderhautgefäßen

Choriopathie

Unspezifischer Oberbegriff für Erkrankungen der Aderhaut

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chorioretinale Anastomose

Verbindung zwischen den normalerweise getrennten Blutgefäßsystemen der Aderhaut (Choroidea) und Netzhaur (Retina) im Rahmen von Netzhauterkrankungen (z.B. altersabhängiger Makuladegeneration)

Chorioretinitiis

Oberbegriff für die gemeinsame Erkrankung von Aderhaut (Choriodea) und Netzhaut (Retina). Im engeren Sinne sind mit der Chorioretinitis entzündliche Erkrankungen gemeint, der Begriff wird teilweise aber auch für Erkrankungen ohne eindeutige entzündliche Ursache verwendet.

Chorioretinopathia centralis serosa

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Chorioretinopathie

Oberbegriff für die gemeinsame Erkrankung von Aderhaut (Choriodea) und Netzhaut (Retina).

choroidal

Choroidale Neovaskularisation

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Choroidea

Aderhaut (auch: Chorioidea):Teil der Uvea, zwischen Lederhaut (Sklera) und Netzhaut (Retina) gelegen. Die Aderhaut ist als gefäßreichste Schicht des Auges für die Ernährung der Photorezeptoren der Netzhaut und den Abtransport von Abbauprodukten wesentlich.

Choroideremie

auch Chorioideremie: Fortschreitende, x-chromosomal vererbte Degeneration der Aderhaut infolge von Mutationen im REP1-Gen; Symptome: Nachtblindheit, konzentrische Gesichtsfeldeinschränkung, erst spät herabgesetzte Sehschärfe. Männer sind schwer betroffen, Frauen haben erkennbare Netzhautveränderungen, aber in der Regel eine normale Funktion. Detaillierte Informationen unter:

Choroiditis serpiginosa

Autoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut, bei der es schubweise zu rundlich-ovalären Entzündungsherden in der Nähe der Papille und in der Makula kommt. Wenn die Fovea mitbetroffen ist, kommt es in der Regel zu einer deutlichen Visusminderung. Eine gesicherte Behandlung existiert nicht. Detaillierte Informationen unter:

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Chromosom

aus DNA und Proteinen aufgebaute Bestandteile innerhalb eines Zellkerns, welche die Erbinformation enthalten. Die Anzahl und Gestalt der Chromosomen ist artspezifisch. Beim Menschen enthält jede Körperzelle 23 Chromosomenpaare: 22 Paare von Autosomen, ein Paar Geschlechtschromosomen (diploider Chromosomensatz); jede Keimzelle enthält die Chromosomen nur einmal (haploider Chromosomensatz)

Chromosomen-Aberration

Fehlerhafte Anzahl der Chromosomen durch falsche Verteilung bei der Chromosomen bei der Zellteilung. Chromosomale Aberrationen im Embryo führen meistens zu einem Abort, in bestimmten Fällen der Trisomie sind Kinder lebensfähig

chronisch

meist langsam beginnender, andauernder, anhaltender Verlauf einer Erkrankung (im Gegensatz zu: akut)

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Cilie

Zilie1. Haare an den Lidrändern2. Zellfortsätze des Flimmerepithels in den Luftwegen3. Zellfortsätze bei einzelligen Lebewesen zur Fortbewegung4. Zilienähnliche Strukturen gibt es in Sinneszellen des Ohres und der Netzhaut (Photorezeptoren)

cilioretinal

Begriff für Blutgefäße, die an der Papille von der Aderhaut aus einen Bereich der Netzhaut versorgen. Bei einem Verschluss der Zentralarterie können diese unter Umständen einen Teil der Netzhaut mit Blut versorgen. Nur bei einem Teil der Menschen existieren relevante cilioretinale Gefäße.

CNCG

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA1

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CNCG1

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA1

CNCG2

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB1

CNCG3

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA3

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CNCG3L

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB1

CNGA1

CNGA3

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CNGB3

CNV

Choroidale Neovaskularisation, subretinale Neovaskularisation (SRN; SNV)Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluoreszenz-Angiographie.

COD3

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCA1A

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COL11A1

COL2A1

COL9A1

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Conjunctiva

Bindehaut, KonjunktivaDurchsichtige Haut des Auges, die außer im Bereich der Hornhaut ddie Augenoberfläche bildet und auch die Innenseiten der Lider auskleidet

Conjunctivitis

auch: KonjunktivitisEntzündung der Bindehaut des Auges

Conjunctivitis sicca

Trockenes AugeUrsache ist eine verminderte oder inadäquat zusammengesetzte Tränenflüssigkeit. Eine Behandlung ist mit künstlichen Tränen möglich.

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Contusio bulbi

BulbusprellungPrellungsverletzung des Augapfels, bei der es zu Einrissen der Augengewebe kommen kann

CORD2

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CRX

CORD6

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCY2D

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CORD7

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RIMS1

CORD8

CORD9

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Cornea

Hornhaut (auch: Kornea):Die Hornhaut hat wesentlichen Anteil an der Brechkraft des Auges. Sie geht am Rand in die Lederhaut (Sklera) über.

Cornea guttata

krankhafte Veränderung der Hornhaut, die mit unregelmäßigen Verdickungen an der Hornhautrückfläche einhergeht. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Flüssigkeitseinlagerungen in die Hornhaut (Hornhautödem).

Corpus ciliaris

Strahlenkörper; ZiliarkörperTeil der Uvea (Gefäßhaut). Der Ziliarkörper liegt hinter der Regenbogenhaut (Iris). Er ist für die Sekretion des Kammerwassers verantwortlich.

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Corpus geniculatum

Schaltstelle im Gehirn, an der die Nervenfasern des Sehnerven enden und die Weiterverarbeitugn der Sehinformation im Gehirn beginnt. Spezifische Informationsweiterleitung an die Sehrinde.

Corpus vitreus

GlaskörperDurchsichtige gelartige Masse, die im Augeninneren den Raum zwischen Linse und Netzhaut ausfüllt. Wesentliche Aufgaben hat der Glaskörper bei der Augenentwicklung vor der Geburt. Mit zunehmendem Alter verflüssigt sich der Glaskörper, es können Glaskörpertrübungen auftreten.

CORS1

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit JBTS1

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CORS2

Cover-Test

Abdecktest, CovertestDer Covertest ist ein Verfahren zur Untersuchung einer Schielstellung der Augen. Dies geschieht durch Beobachtung der Augenbewegungen bei Abdecken oder Aufdecken eines Auges.

Covertest

Abdecktest, Cover-TestDer Covertest ist ein Verfahren zur Untersuchung einer Schielstellung der Augen. Dies geschieht durch Beobachtung der Augenbewegungen bei Abdecken oder Aufdecken eines Auges.

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CRALBP

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RLBP1

CRB1

Criswick-Schepens-Syndrom

Familiäre exsudative VitreoretinopathieAngeborene, autosomal dominant vererbte, mit variabler Ausprägung auftretende Gefäßerkrankung der Netzhaut. Abhängig von der Ausprägung kann sie unbemerkt bleiben, zu Gefäßneubildungen der Netzhaut bis hin zur Netzhautablösung und Erblindung führen. Die Behandlung erfolgt entsprechend den jeweiligen Netzhautveränderungen. Es gibt eine weitere, x-chromosomal vererbte Form (Norrie-Gen) der familiär exsudativen Vitreoretinopathie. Detaillierte Informationen unter:

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Cryo

kurz für: Kryokoagulation, Cryokoagulation, auch: KryoKältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden.

Cryokoagulation

auch: Kryokoagulation, kurz: Cryo, KryoKältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden.

CSMÖ

Klinisch signifikantes MakulaödemFlüssigkeitsansammlung in der Makula bei diabetischer Retinopathie, die bestimmten definierten Kriterien entspricht und behandlungsbedürftig ist.

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CSNB1

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NYX

CSNB2

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CACNA1F

CSNB3

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PDE6B

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CSNBX2

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CACNA1F

CSPG2

CTRP5

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit C1QTNF5

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Cup-Disk-Ratio

Abkürzung: CDRDer Begriff wurde aus dem Englischen übernommen. Er bezeichnet das Verhältnis (Ratio) von der normalen oder beim Glaukom vergrößerten Vertiefung (Exkavation = Cup) in der Papille (Sehnervenkopf) zur Gesamtfläche der Papille (Disk). Damit ist ein grobes Maß gegeben, um die Schädigung der Papille beim Glaukom zu beschreiben. Eine CDR von größer als 0,5 ist nicht normal.

Cyclolat

Augentropfen zur Lähmung der Akkommodation der Augenlinse, um bei Kindern eine sichere Brillenbestimmung durchführen zu können. Gleichzeitig wird dabei die Pupille weit (Mydriasis). Die Wirkung hält nur begrenzte Zeit an (im Gegensatz zu Atropin)

Cycloplegie

Verfahren zur Lähmung der Akkomodation der Augenlinse mit Augentropfen (Atropin, Cyclopentolat), um bei Kindern eine sichere Brillenbestimmung durchführen zu können. Gleichzeitig wird dabei die Pupille weit (Mydriasis)

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cyl

Abkürzung für Zylinder, der Anteil der zusätzlichen Brechkraft eines Brillenglases, der nur in einer bestimmten Richtung (Achse) vorliegt.

CYMD

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MDDC

CYP4V2

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Cytosin

einer der vier Grundbausteine der DNA: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin

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Begriffe mit den Anfangsbuchstaben Ä, Ö oder Ü finden Sie unter den Buchstaben A, O und U.

Zuletzt geändert am 08.01.2016 05:14