Operative Methoden

Makulachirurgie

Heutige Operationsmethoden sind in der Lage, die neugebildeten Gefäße unter der Netzhaut bei der feuchten Makuladegeneration auch chirurgisch zu entfernen (Glaskörperoperation). Allerdings ist bisher nicht in ausreichend großen Studien gezeigt worden, daß die Sehfunktion durch diese Operation im Vergleich zum normalen Krankheitsverlauf tatsächlich gebessert wird.

Netzhautrotation

Dieser Ansatz zielt darauf ab, bei der Makuladegeneration durch einen operativen Eingriff (Glaskörperoperation) die Stelle des schärfsten Sehens durch Drehung der Netzhaut an eine andere Stelle zu verlagern, damit sie dort mit einem besser funktionierenden retinalen Pigmentepithel in Kontakt kommt. Dazu muß die Netzhaut eingeschnitten, abgelöst, gedreht und wieder angelegt werden. Auch dieses Verfahren ist mit den heutigen Operationstechniken gut beherrschbar. Unter anderem wegen der Gefahr von stark störenden Doppelbildern ist es aber höchstens für Patienten geeignet, die nur noch ein funktionstüchtiges Auge zur Verfügung haben. Bisher sind weltweit nur relativ wenige Patienten mit diesem Verfahren operiert worden. Neben einigen günstigen Verläufen wurden auch Komplikationen beobachtet, die mehrere weitere Operationen bei den betreffenden Patienten erforderlich machten. Auch dieses Verfahren muß zunächst einer strengen klinischen Prüfung unterzogen werden.

Transplantation von Pigmentepithelzellen

In Verbindung mit einer Glaskörperoperation sind bereits bei wenigen Patienten gesunde retinale Pigmentepithelzellen aus toten Spenderaugen an die Stelle des erkrankten Pigmentepithels unter die Netzhautzellen der Makula eingebracht worden. Man hofft durch diese Transplantation den Krankheitsprozeß zum Stillstand bringen zu können. Um Abstoßungsreaktionen des fremden Gewebes zu vermeiden, werden auch Irispigmentepithelzellen des Patienten selbst unter die Makula verpflanzt. Es liegen noch keine Langzeiterfahrungen vor, um die Wirksamkeit dieser Methode abschließend bestätigen zu können.

Zuletzt geändert am 21.05.2015 12:14