Nachrichten der Regionalgruppe Köln

Nachricht vom 5.09.2017Erlebnisbericht über die Führung St. Pantaleon am 26. August 2017von Joachim und Margarete Schulte

In der Reihe der Führungen zu und durch Kölner Kirchen ging es diesmal zu der ältesten der 12 romanischen Kirchen: St. Pantaleon in der südlichen Altstadt...

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Zuletzt geändert am 05.09.2017 14:50

Nachricht vom 14.06.2017ATZ-Redaktion besucht Regionalgruppe Kölnvon Uschi Winkler

Bei unserem letzten Pro Retina Treffen am 27.05.2017 hatten wir die ATZ Redaktion Köln zu Besuch, vorgestellt durch Frau Kühn und Herrn Tüllmann...

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Zuletzt geändert am 14.06.2017 14:18

Nachricht vom 14.05.2017"Maria im Kapitol"Von Anne Weber

29. April 2017, ca. 30 Mitglieder der Regionalgruppe Köln versammelten sich im Innenhof des Kreuzgangs von St. Maria im Kapitol und warteten auf Herrn Dr. Bock, der uns eine Führung durch den frühromanischen Kirchenbau versprochen hatte.....

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Zuletzt geändert am 14.05.2017 11:18

Nachricht vom 30.03.2017Workshop “LPF – Training"von Andrea Finger

Am 04.03.17 fand in der Regionalgruppe Köln der dritte Workshop “LPF-Training” statt. Der Workshop wurde geleitet von der Reha-Lehrerin Jacqueline Boy.

LPF ist die Abkürzung für „Lebenspraktische Fähigkeiten“, also alles, was zur häuslichen und persönlichen Selbstständigkeit gehört...

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Zuletzt geändert am 30.03.2017 14:17

Nachricht vom 25.02.2017"Wenn mer uns Pänz sinn, sin mer vun de Söck"von Ute Palm

so lautet das Motto der fünftenJahreszeit und für die Mitglieder der Regionalgruppe Köln stand schon im Dezember 2016 fest, dass sie gemeinsam auf die Blindensitzung im Sartory gehen. Am 07.Februar war es so weit, 30 bunt kostümierte Jecke stürmten den Willi Ostermann Saal und fanden einen Tisch direkt am Aufgang zur Bühne.

Das fünfstündige Programm ließ keine Wünsche offen. Alle Künstler ob Musik- oder Tanzgruppen, Büttenredner oder der Aufzug des Tanzkorps der Ehrengarde mit seiner Kapelle traten ohne Honorar auf. Höhepunkt war der Einzug des Kölner Dreigestirns, die es sich nicht nehmen ließen in den mit ca. 500 Personen prall gefüllten Saal zu gehen, damit jeder, ob sehbehindert oder blind Prinz, Bauer und Jungfrau aus der Nähe betrachten konnte und getreu dem Motto: Wo sehen nicht möglich ist fühlen kein Schand die Kleidung des Dreigestirns ertasten konnte.

Für alle, auch unsere Gäste, stand fest, im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.

Kölle Alaaf!

Bild zeigt Gerda Riedlowsdki und Ute Palm beim Kölner KarnevalBild vonn links nach rechts: Gerda Riedlowski, Ute Palm

Zuletzt geändert am 25.02.2017 17:29

Nachricht vom 25.01.2017St. Gereon, die einzigartige romanische Basilika nördlich der AlpenVon Uschi Winkler

Am 17.12.2016 haben wir uns um 10 Uhr 15 auf der Westseite der St. Gereon Basilika bei schö-nem Winterwetter, aber kalt, zur Besichtigung getroffen. Wieder hat uns Herr Dr. Bock mit seinem fundierten Wissen durch die Basilika geführt. Bis zur Besichtigung hatte man auch die Möglichkeit das sehr schön restaurierte Viertel der alten Bauten der Gerling-Versicherung, einen Teil des alten Stifts und des Stadt-Archivs.

St. Gereon ist eine der zwölf großen romanischen Basiliken in Köln.

Durch die Vollhalle kamen wir in einen gewölbten Ovalbau, auch Zentralbau genannt, der im frühen 13. Jahrhundert in die Form eines Dekagons (Zehneck) mit je vier antiken Konchen (Säulen) im Norden wie im Süden erbaut wurde; dieser so gewonnene spätromanische Zentralbau ist in seiner Art nördlich der Alpen einzigartig. Das zentralisierte Rippengewölbe, das den in vier Etagen geglie-derten Raum schließt, kann als die größte Kuppel-Konstruktion ihrer Zeit (1227) bezeichnet wer-den. Sie erreicht im Scheitelpunkt 34,55 Meter Höhe und misst im Durchmesser 21 Meter bzw. 16,90 Meter. Die Spitzbogenfenster (Fensterkranz der Propheten und Apostel), die Palmettenfens-ter (vier Evangelisten und vier apokalyptische Reiter), Rundbogenfenster (Kölner heilige Männer und Frauen, sowie heiliger Josef und heilige Maria) und die Konchenfenster (rein ornamental), Vor-bild war eine Kirche in Frankreich. Die Fenster wurden gestaltet von dem Maler Meisner. Die Basili-ka wurde in den anfangs Jahren auch die Goldenen Heiligen genannt. Die Kuppel wurde im zweiten Weltkrieg zu einem Drittel zerstört und zwischen 1965 bis 2002 wiederhergestellt. Überwältigend wirkt die neu gestaltete Kuppel durch ihre rote Deckenfarbe, die mit goldenen Zungen verziert ist.

Östlich des Dekagons folgt der Gereonaltar. Vor dem Gereonaltar, vier Stufen tiefer, die erste Kryp-ta mit dem Grab Gereons. Hinter dem Gereonaltar kommt man in die zweite Krypta, die höher als die erste ist und ein wunderschönes altes Bodenmosaik hat.

Darüber wurde im gotischem Stil der zweijochige Langchor erbaut. Rechts vom Langchor befindet sich die Sakristei mit kostbaren Doppeltüren. Sie ist als Schatzkammer von Reliquiaren des Mittel-alters sowie Grabungsfunden ausgestattet.

Erste Erwähnung von St. Gereon war ca. im 4. Jahrhundert, was durch eine Münze die in einem Grundstein liegt, bestätigt wurde, den wir uns im Langchor anschließend ansehen beziehungs-weise ertasten konnten. Der Grundstein wurde bei Ausgrabungen entdeckt.

Der Langchor ist ebenfalls etwas höher gebaut die beiden Ost –Türme.

Zurück zum Zentralbau besichtigten wir die Taufkapelle mit ihrem achtstrahligen Gewölbe und mit einigen noch erhaltenen Fresken im Zackenstil des 13. Jahrhunderts. Schwerpunkt der Raumge-staltung sind Heiligenfiguren in den Nischen, darunter Konstantin der Große und vermutlich Gereon und Mauritius. Das Gewölbe der Kapelle ist als blauer Himmel mit goldenen Sternen verziert. Das achteckige Taufbecken wird in die spätromanische Zeit datiert.

Das in einer Nische neben dem Ausgang vom Zentralbau zur Vorhalle stehende Säulenstück, die sogenannte Blutsäule von St. Gereon, diente der Legende nach der Hinrichtung des heiligen Gere-on.

Am Schluss besichtigten wir die Pietàkapelle von 1897.

Hier befindet sich eine sehenswerte Pietà, die, orientiert am Vorbilde Michelangelos, von Anton Josef Reiss, Düsseldorf, geschaffen wurde.

Nach dem Ende der Besichtigung standen wir auf dem Gereonsdrisch vor der Kirche zusammen und waren alle so begeistert, dass wir den Wunsch äußerten, mit Herrn Dr Bock zu einem späteren Zeitpunkt noch weitere romanische Kirche zu besichtigen. Herr Dr. Bock schlug die Kirche Maria im Kapitol vor.

Beendet wurde die Besichtigung mit einem gemütlichem Zusammensein bei Essen und Trinken, im Päffgen.

Zuletzt geändert am 25.01.2017 16:57

Nachricht vom 24.10.2016Lebenspraktische Fähigkeiten LPFvon Ute Palm

Am 22. Oktober 2016 trafen sich zu einem Fortbildungsseminar 13 Mitglieder der Regionalgruppe Köln, um sich in "Lebenspraktischen Fähigkeiten" fortbilden zu lassen.

Foto zeigt von links nach rechts: Gerdi Hugoth, Gabi Lievenbrück, Marga Schmitz, Jacqueline BoyVon links nach rechts: Gerdi Hugoth, Gabi Lievenbrück, Marga Schmitz, Jacqueline Boy

Frau Jaqueline Boy, die einige Mitglieder schon im letzten Jahr zum Thema "Essen und Trinken" fortgebildet hatte, war mit großem Gepäck aus Dortmund angereist, um für jede Teilnehmerin das Übungsmaterial zu haben.

Nach einem kurzen Einblick in die Arbeit einer LPF-Trainerin, die den sehbehinderten und blinden Menschen die Sicherheit im Umgang mit den täglichen Tätigkeiten vermittelt, erhielt jeder je nach Wunsch eine Möhre oder Gurke sowie eines der vielen unterschiedlichen Schälmesser um nach Anleitung richtig zu schälen. Erstmal musste das richtige Schälmesser für kleine, breite und große Hände gefunden werden. Mein Favorit war ein Schälmesser, dass man sich über den Mittelfinger der rechten Hand zog.

Jetzt musste eine Kartoffel geschält werden, ohne am Ende noch Schalenreste an der Kartoffel zu haben.

Brot wurde geschnitten und mit Butter bestrichen. Heißer Kaffee oder Tee selbst eingeschenkt ohne sich die Finger zu verbrennen bzw. den Kaffee neben die Tasse zu gießen.

Zwischendurch wurden Hilfsmittel des täglichen Lebens und Tricks wie z.B. bekomme ich die Zahnpasta auf die Zähne, wie kann ich bügeln ohne mir die Hände zu verbrennen, vorgestellt.

Foto zeigt von links nach rechts: Marga Schmitz, Ehepaar ZinnhardtVon links nach rechts: Marga Schmitz, Ehepaar Zinnhardt

Spannend wurde es dann bei der Frage, wie bekomme ich den Faden in die Nadel, um mir einen Knopf anzunähen, um auch hier selbstständig zu bleiben.

Nach 7 Stunden trennten sich die Teilnehmer mit vielen Informationen, wie sie zukünftig leichter und unabhängiger durch den Alltag kommen können.

Besonders bemerkenswert war, dass nicht nur die Betroffenen viel dazu gelernt hatten, sondern auch die Partner verstanden hatten: Unterstützung ja, aber nicht ohne zu fragen!

Zuletzt geändert am 24.10.2016 16:14

Nachricht vom 21.09.2016„KölnEngagiert 2016“ von Ute Palm

Auch in diesem Jahr engagierte sich die Regionalgruppe Köln der PRO RETINA Deutschland e. V. am 04. September 2016 mit einem Informationsstand mit über 100 weiteren ehrenamtlichen Vereinen und Institutionen auf dem Kölner Heumarkt und dem Alter Markt.

Strahlender Sonnenschein, heftige Gewitter und starke Windböen wechselten sich ab und stellten die Crew der Regionalgruppe Köln vor erhebliche Herausforderungen.

Die verlegten Leitstreifen und Orientierungsfelder machten nicht nur auf unseren Stand aufmerksam, sondern wir vermittelten damit Kindern und Erwachsenen durch praktische Übungen deren besondere Bedeutung.

Foto zeigt:vor dem Informationsstand der PRO RETINA Regionalgruppe Köln von links nach rechts: Frau Ute Palm, Frau Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln

Erfreulich war auch, dass sich Bürgermeister Hans-Werner Bartsch über die Bedeutung und die Arbeit der PRO RETINA eingehend beraten ließ.

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Frau Henriette Reker, die die Arbeit PRO RETINA schon lange kennt und sehr schätzt.

Zuletzt geändert am 21.09.2016 16:21

Nachricht vom 24.08.2016Zwei Eindrücke zur Domführung

Unser Kölner Domvon Anne Weber

Am 13. August trafen sich ca. 20 Mitglieder von PRO RETINA, Ortsgruppe Köln, zu einer Domführung. Frau Palm hatte diese Führung unter Leitung von Herrn Dr. Bock organisiert.

Wir trafen uns im Domforum, wo wir verkabelt wurden (Audioverstärker). Dann ging es im Gänsemarsch in den Dom. Im linken Seitenschiff nahmen wir vor dem Clarenbachaltar, ein Flügelaltar aus dem 14. Jh. aus der Franziskanerinnenkirche St. Clara, Platz und Dr. Bock führte uns in die Baugeschichte des Kölner Doms ein.

1164 brachte der Erzbischof Reinhard von Dassel die Reliquien der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln. Ein reger Pilgerstrom setzte ein, der alte Karolinger Dom, der Hildebold-Dom, wurde zu klein.

1248 beschloss man daher, einen neuen Dom im gotischen Stil nach dem Plan von Dombaumeister Gerhard zu bauen. Vorbild war die Kathedrale von Amiens. Nach der Schlacht von Worringen, 1288, war der Bauherr nun nicht mehr der Erzbischof, sondern das Domkapitel.

1322 erfolgte die Weihe des fertiggestellten gotischen Chors und die Überführung der Reliquien der Heiligen Drei Könige in die Achsenkapelle.

Zwischen 1304 und 1311 waren bereits die 17,5 m hohen Fenster des Oberchors eingesetzt worden. 48 Könige sind abwechselnd mit und ohne Bart dargestellt Im Achsen-fenster sieht man die Heiligen Drei Könige, wie sie Maria mit dem Kind huldigen. Die Gesamtfläche der Chorfenster beträgt 1350 qm. Es ist eine der größten erhaltenen Glasfenster-Zyklen des Mittelalters.

Nun wurden die Fundamente des Langhauses ausgehoben und die aufgehenden Fassaden versetzt 1389 war der Bau so fortgeschritten, dass die Messe gelesen werden konnte.

Der Südturm erreichte das dritte Geschoss und einige Glocken wurden aufgehängt. Um 1510 fand noch die Grundsteinlegung des Nordturms statt.

Ab 1510 wurden die Arbeiten am Dom weitgehend eingestellt. Der nachlassende Ablasshandel und geringere Pilgerzahlen aufgrund der Reformation sowie veränderte ästhetische Vorstellungen waren wohl die Gründe. Über 300 Jahre bestimmte der unfertige Dom die Silhouette der Stadt und verfiel zu einer Bauruine. 1796 verfügten die französischen Besatzer die Einstellung des Gottesdienstes im Dom. Er diente den Franzosen als Pferdestall und Lagerhalle.

1814 und 1816 wurden in Darmstadt und Paris die alten Fassadenpläne des Mittelalters wiederentdeckt. Die Romantiker lenkten in ihrer Begeisterung für das Mittelalter das öffentliche Interesse auf den unvollendeten Dom. So wurde 1842 durch König Friedrich Wilhelm IV der Grundstein für den Weiterbau des Kölner Doms gelegt. Der Staat Preußen und der Zentral-Dombau-Verein finanzierten das Bauvorhaben.

1833-1861 war E.F. Zwirner Dombaumeister. Er entwarf die Pläne zur Vollendung des Doms. K.F. Schinkel, S. Boisserée und König Friedrich Wilhelm IV wirkten bei der Gestaltung der Südfassade mit.

1848 wurde die 600. Wiederkehr der Grundsteinlegung mit einem dreitägigen Fest gefeiert. Während dieser Feier löste sich ein Stein aus der Turmfassade und tötete eine darunter stehende Frau.

1863 war das Innere des Doms vollendet. Die Trennwand zwischen Chor und Langhaus fiel nach 560 Jahren.

1880 wurde der Dom nach über 600 Jahren getreu den Plänen der Kölner Dombaumeister des Mittelalters fertiggestellt. Die Fassaden des Querhauses sind allerdings eine Schöpfung des 19. Jh., da von ihnen keine mittelalterlichen Pläne vorlagen.

Der Kölner Dom war mit seiner Höhe von 157,38 m 4 Jahre lang das höchste Bauwerk der Welt.

Nach all den Zahlen schwirrte uns der Kopf und Dr. Bock führte uns ins südliche Querhaus. Hier befindet sich das von Gerhard Richter 2007 fertiggestellte 113 qm große Fenster über dem Südportal. G. Richter komponierte aus 11.263 Farbquadraten in 72 Farben nach dem Zufallsprinzip einen „Farbklangteppich“. Wir hatten Glück, die Sonne brachte die Farben zum leuchten.

Im Mittelalter betraten die Pilger durch das Südportal den Dom und gingen durch den Kapellenkranz zur Achsenkapelle, wo sich im Mittelalter der Schrein der Heiligen Drei Könige befand. Wir folgten diesem Weg. Die Pilger konnten durch ein großmaschiges Gitter den Schrein betrachten. Sie reichten einem Kirchendiener ihren Pilgerausweis und dieser strich damit kurz über den Schrein. Man glaubte, dass sich dadurch die Kraft der Heiligen auf dieses Stück Papier übertragen würde. Der Schrein der Heiligen Dreikönige steht heute hinter dem Hochaltar. Der Goldschnied Nikolaus von Verdun fertigte den Schrein Ende des 12. Jh. an, zweistöckig, in Form einer Basilika.Er ist mit goldenen Figuren, Edelsteinen, Gemmen, Kameen geschmückt und gilt als das größte und künstlerisch wertvollste Reliquiar des Mittelalters.

Zum Abschluss gingen wir zu der Kapelle, in der das berühmte Gero-Kreuz hängt. Das 2,88 m hohe Kreuz aus Eichenholz stammt aus der ottonischen Zeit (Ende 10. Jh.) und gilt als eine der ersten Großplastiken des Mittelalters. Christus wird hier erstmals leidend und menschlich gezeigt – der Kopf ist gesenkt, die Augen blicken nach unten. Die früheren Darstellungen zeigen Christus siegreich und in aufrechter Position.

Nachdem wir unsren Audioverstärker abgegeben hatten verbrachten wir den Nachmittag bei Bier und Kaffee und anregenden Gesprächen in der Cafeteria des Museums für angewandte Kunst.

Domführung durch H. Bock am 13.08.2016von Uschi Winkler

Der Kölner Dom ist das Wahrzeichen Kölns, größte gotische Kirche Europas und Weltkulturerbe Kölns.

Treffen war um 12 Uhr im Domforum. Nach Verteilung der Head-Sets, die eine sehr große Hilfe für Blinden bei der Dom Führung waren, ging es um 12.30 los. Durch den Haupteingang und Mittelgang ging es zur Nordseite zum Klarenbachaltar, wo uns Herr Bock eine Einführung über den Bau des Domes gab.

Nach einem Brand des alten karolingischen Doms holte Erzbischof Konrad von Hochstaden den Baumeister Gerhard von Ryle (Meister Gerhard) nach Köln. Er setzte den Plan durch, die Kathedrale im gotischen Stil zu errichten. Jetzt war es nur schwierig die Bürger zu überzeugen.

Als 1164 die Reliquien der Heiligen Drei Könige durch Erzbischof Rainald von Dassel nach Köln gebracht wurden gewann der Bau des Doms schlagartig an Bedeutung.

In der Hauptsache wurde der Dom dann durch Ablass von Pilgern und Bürgern Kölns finanziert.

Am 15.08.1248 war Grundsteinlegung und 1322 wurde dann der gotische Chor mit seinen zwei Türmen, die aber noch nicht ihre heutige Höhe von 157 m hatten, eingeweiht.

Der Schrein der Heiligen Drei Könige wurde in dem Neuen Dom, aber noch nicht an seinen jetzigen Standort, untergebracht. Bis 1863 stand er in der dahinter liegenden Kappel und wo dreimal die Woche Pilger Bittzettel einem Mönch reichten die er dann mit dem Schrein berührte und welche dann die Kraft, die vom Schrein aus ging, an die Pilger übertrug.

1389 wurde dann das Südschiff fertig gestellt. Zusammen mit Preußen brachten sie 1842 das Geld zum Weiterbau des Doms auf und 1880 wurde das Nordschiff fertig gestellt.

1530 wurde der Bau am Kölner Dom aufgrund Geldmangels und Desinteresses eingestellt. Er diente ab 1794 u.a. als Lagerraum, bis er schließlich 1801 wieder als Gotteshaus geweiht wurde.

Heute misst der Kölner Dom 144 m bei einer Innenhöhe im Mittelschiff von 43, 5 m. Das Fundament besitzt eine Tiefe von 17 m. Damit handelt es sich um die viertgrößte Kirche der Welt.

Heinrich Heine nannte liebevoll den Dom „ Kolossaler Geselle“.

Schon damals hatten die Kölner ein ganz besonderes Verhältnis zu ihrem Dom, und so schlossen sich einige Kölner Bürger 1902 zum Zentral-Dombau-Verein zusammen.

Leider wurde der Dom dann aber im Zweiten Weltkrieg von vierzehn Fliegerbomben getroffen. Mit viel Glück überstand er die Angriffe und wurde in jahrelanger Arbeit wiederhergestellt. Die Glasmalereien und Kunstschätze wurden zum Glück vorher ausgelagert.

Der Besucher kann die Glasmalereien der Fenster 850qm bestaunen, die zu 95 Prozent noch die Originalsubstanz aus dem Mittelalter haben. Im 19. und 20. Jahrhundert kamen aber auch neue Fenster hinzu. Im Süd Kreuz befindet sich eines der neuen Fenster von H. Richter welches aus quadratischen bunten Glaselementen und drei Ebenen besteht. Den Arkaden, Triforium und dem Obergarden.

Die Außenskulpturen am Kölner Dom sind aus Kalkstein. Die Arkadenbögen z.B. zeigen eine bunt gemischte Gesellschaft aus Altem und Neuem Testament, Propheten ebenso wie Heilige und Engel. Außerdem gibt es einige berühmte Persönlichkeiten aus Köln zu bestaunen.

Zum Abschluss führte H. Bock uns zum Gerokreutz eine plastische Darstellung eines 1,87m großen Christus welcher aber dargestellt ist mit gesenktem Haupt und geschlossenen Augen der den Toten Jesus darstellt.

Bis heute wird der Kölner Dom ständig restauriert. Umwelteinflüsse wie Abgase und Witterung "nagen" an seinem Äußeren. Der Dom wird daher als die "ewige Baustelle" Kölns bezeichnet.

Nach ca. 90 Minuten war die Führung im Dom zu Ende. Einen herzlichen Dank an Herrn Bock für die ausführliche Domführung.

Anschließend lud Frau Palm H. Bock und einige Mitglieder zu einem Kölsch und netter Unterhaltung ein.

Zuletzt geändert am 25.08.2016 12:27

Nachricht vom 17.07.2016"iPhone" Einsteigerseminar für PRO RETINA Mitglieder der Regionalgruppe Kölnvon Theo Neunzig

Wie wichtig und hilfreich ein iPhone für unseren Personenkreis sein kann, hat sich ja nach dem ersten Einsteigerseminar vom 21 Februar 2015, schon in den anderen Regionalgruppen herumgesprochen. "Das müssen wir gerne wiederholen!", erklärte das Team der Regionalgruppe Köln. Unser Teammitglied, Theo Neunzig, selbst ein begeisterter Nutzer des iPhones, nahm sich erneut des Themas an. Als Trainer wurde wieder Dario Madani, ein Mitarbeiter der Firma VISTAC, gebucht. 12 Mitglieder entschieden sich für die Teilnahme an diesem Einsteigerseminar.

Mit neun Personen fand dann das „Einsteiger“ Seminar am Samstag, den 28. Mai 2016, statt. Es war wieder sehr spannend, denn manche der Teilnehmer hatten noch nie ein iPhone in den Händen gehalten. Zunächst einmal wurde das Gerät erklärt. Wo schalte ich ein oder aus? Was ist der Home Button? Was ist Voice Over? Was ist SIRI? Vor allen Dingen wie funktioniert das Ganze? Da das iPhone auf Gesten und Sprache reagiert, musste man also zuerst einmal die Gesten erlernen. Hierzu gehörten dann streichen und wischen mit einem, zwei, drei oder vier Fingern. Der Klick zum Markieren, der Doppelklick zum Ausführen. Und vieles mehr.

Nach kurzer Zeit hatten auch die Anfänger den Bogen raus und erstellten einen Kontakt im Telefonbuch. Dabei wurde wahlweise der Name geschrieben oder diktiert. Am Ende der Schulung konnte jeder telefonieren, einen Kontakt anlegen, eine SMS oder Mail schreiben. Übrigens haben wir mit unterschiedlichen Modellen von iPhone gearbeitet. Von 5s bis 6+ war alles dabei. Auch für das leibliche Wohl war bestens vorgesorgt. Ute Palm hatte den Kochlöffel geschwungen und ein tolles Fingerfood Buffet gezaubert. Vielen Dank hierfür.

Fazit:

Es war ein super toller Tag. Alle haben etwas gelernt und waren mit großem Spaß und Eifer bei der Sache. Mit Hilfe der Boll-Stiftung (wie 2015) konnte Theo Neunzig erreichen, dass diese uns eine sechsstündige iPhone Schulung ermöglichte und die Teilnehmer nur einen kleinen Eigenanteil aufbringen mussten.

Ein Aufbaukurs Kurs für Fortgeschrittene findet am vierten November 2016 statt. Wir sind schon sehr gespannt.

Zuletzt geändert am 17.07.2016 15:02

Nachricht vom 7.07.2016Vierter Kölner Selbsthilfetag am 18. Juni 2016 auf dem Neumarkt von Uschi Winkler

Unter dem Motto "Selbsthilfegruppe tut gut, macht Mut" fand am 18. Juni 2016 zum vierten Mal der Kölner Selbsthilfetag statt. Schirmherrin der Veranstaltung war die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker. Nach der Eröffnung und Begrüßung durch die Erste Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes hatten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, sich an 40 Informationsständen aus den Bereichen chronischer Erkrankungen, Netzhauterkrankungen, und vielem mehr zu informieren. Durch diese Veranstaltung erhalten die Kölnerinnen und Kölner die Möglichkeit, die Kölner Selbsthilfegruppen kennen zu lernen, Fragen zu stellen und Kontakte zu knüpfen.

Der Stand der Regionalgruppe Köln der PRO RETINA Deutschland e.V. wurde außerordentlich gut besucht und neben den Betroffenen ließen sich überwiegend Angehörige, Freunde und Interessenten durch das Infoteam der Regionalgruppe beraten. Die Broschüren der PRO RETINA waren hier eine große Hilfe.

Unter anderem die Erste Bürgermeisterin, Elfi Scho-Antwerpes, informierte sich am Infostand der PRO RETINA über die verschiedenen Augenerkrankungen und die Arbeit der PRO RETINA.

Es bleibt festzustellen, dass die Standbesucher sich teilweise sehr gut auskannten und fundierte Fragen stellten über die verschiedenen Netzhauterkrankungen, die zur Verfügung stehenden Hilfsmittel sowie über den Stand der Forschung.

Durch ein buntes Rahmenprogramm wurden die Besucherinnen und Besucher zu eigenen Aktivitäten aufgefordert.

Der Selbsthilfetag endete mit dem Start zahlreicher bunter Ballons, die auf die Wichtigkeit der Selbsthilfe aufmerksam machen sollten.

Foto vom vierten Kölner Selbsthilfetag(von links nach rechts: Gerda Riedlowski, Theo Neunzig, Gerdi Hugoth, Ute Palm, Elfi Scho-Antwerpes, Erste Bürgermeisterin der Stadt Köln)

Zuletzt geändert am 07.07.2016 16:24

Nachricht vom 25.05.2016Testführung für sehbehinderte und blinde Menschen durch das Kölnische Stadtmuseum am 08.04.2016von Uschi Winkler

Treffpunkt war um 15 Uhr und dort wurden wir im Forum durch Dr. H. Bock empfangen. Nach kurzer Einleitung begann die 2 stündige Führung.

Das kölnische Stadtmuseum wurde 1888 als Historisches Museum gegründet. Es sammelt, bewahrt und präsentiert Objekte aus der mittelalterlichen und neuzeitlichen Geschichte Kölns. Auf 2.000 m² werden 5.000 Objekte ausgestellt und gaben einen Einblicke aus Wirtschaft, Geschichte, Geistesleben und alltäglichen Lebensumständen Kölns.

Insgesamt ca. 200.000 Objekte besitzt die Stadt die Eingelagert sind und von Zeit zu Zeit zum Teil ausgetauscht werden.

Der Rundgang im Erdgeschoss beginnt mit der Firmengeschichte Kölns wie zum Beispiel „4711“ echt kölnisch Wasser, „Ford“ mit einem legendären Ford 17m (die sogenannte Badewanne die besonders die Männer erfreute) und dem Otto Motor.

Danach folgte, leider das traurige Kapitel, `Drittes Reich` sowie die Weimarer Republik zuteil aus Überlieferung und Schilderungen durch Bürger Kölns.

Es folgten Gemälde berühmter Kölner Köpfe. Ein Modell aus den Anfängen Kölns innerhalb der alten Stadtmauer wurde ausführlich von Dr. H. Bock mit einem Pointer erklärt.

Vorbei am kölschen Bauer der aus tausenden von Nägel bestand, die Tradition sagt aus das jede Kölner Frau ein Nagel in den Bauer einschlagen sollte.

Nun ging es per Treppe oder Lift in die erste Etage wo alte und neue Haushaltsartikel oder Möbelstücke aus der Kölner Vergangenheit ausstellt waren.

Zurück im Erdgeschoss stand eine Rüstung aus dem Mittelalter deren Einzelteile wir Fühlen und Berühren konnten. Eine Anprobe der Rüstung durfte H. Goffarc uns vorführen. `Ritter Goffarc`

Die interessante Führung durch Dr. H. Bock endete gemeinsam im Brauhaus `alte Post´ mit leckerem Essen, kühlen Getränken und guter Unterhaltung.

Vielen Dank für den schönen Nachmitttag.

Zuletzt geändert am 25.05.2016 15:57

Nachricht vom 8.03.2016Schnupperkurs in Lebenspraktischen Fähigkeiten (LPF)Von Gerdi Hugoth

Wieder selbständig im Alltag

Wenn das Sehvermögen langsam schlechter wird, stark eingeschränkt oder ganz verloren geht, werden die sonst so selbstverständlichen Verrichtungen und Handgriffe zu großen Herausforderung im Alltag:

  • eine Tasse Kaffee eingießen
  • die morgendliche Dusche
  • die passende Kleidung
  • einen Knopf annähen
  • den Fußboden reinigen
  • eine Unterschrift leisten

Fast nichts kann mehr so erledigt werden, wie sehende Menschen das können. In vielen Fällen ist man auf Hilfe und Unterstützung angewiesen.

Wir, 10 Mitglieder der Regionalgruppe Köln, wollten es genau wissen und haben bei Frau Jaqueline Boy einen Schnupperkurs besucht.

Das Thema Essen und Trinken

Wir lernten, wie man sich Kaffee eingießt ohne sich zu verbrühen.
Ein Stück Torte auf dem Teller war nach sachkundiger Anleitung keine Herausforderung mehr. Selbst die heiße Wurst blieb auf dem Teller liegen, als wir ihr mit Messer und Gabel zu Leibe rückten.

Damit man im Restaurant keine Angst haben muss sich ein Schnitzel oder Steak zu bestellen, erlernten wir die richtige Schneidtechnik. Man stelle sich das Fleisch als eine Tafel Schokolade vor. Nun schneidet man nach Muster der Rippen erst waagerecht und dann senkrecht einen Bissen ab. Zugegeben, es braucht einige Übung, aber ich habe dieses Prozedere beibehalten und es klappt hervorragend.

Wir haben erfahren, dass mit „gewusst wie“ viel erreicht werden kann, damit man wieder selbstständig und ohne Angst ins Restaurant gehen kann.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Die Kosten können unter bestimmten Voraussetzungen von der Krankenkasse übernommen werden.

Lassen Sie sich bei Frau Boy beraten

Kontakt:

Jaqueline Boy
Telefon: (01 72) - 5 40 45 74
E-Mail: Jaquelineboy@aol.com

Zuletzt geändert am 08.03.2016 15:04

Nachricht vom 8.03.2016Besuch der Puppensitzung im Hänneschen „Fastelovakis“ am 10.01.2016Von Uschi Winkler

Durch Frau Palm und die Unterstützung der Intendantin Frau Frauke Kemmerling, hatten auch in diesem Jahr wieder 18 Mitglieder dasGlück, an der Puppensitzung teilnehmen zu können.

Aktuelle politische Themen flossen in die Puppensitzung ein.

Auch bei der Puppensitzung steht einiges "op d´r Kopp", wie schon beim diesjährigen Karnevalsmotto. Eine neue Besetzung: unser langjähriger Präsident „Schäl“ der verhindert war, er sitzt wegen Waffenhandel im Klingelpütz, wurde durch seinen Schwager „Schäng“ aus Heukeshoven ersetzt, der die Puppensitzung stets mit Witz und Schlagfertigkeit leitete. Sein Literat Speimanes ("Herr Präsident, die Woosch") blieb uns aber erhalten.

Das wunderschöne Bühnenbild von Knollendorf ist um ein neues, altes Gebäude reicher geworden, die „Akropolis“, welche Griechenland zur Bezahlung seiner Schulden verkauft hat. Sie steht jetzt neben dem Rathaus und wurde von Kardinal Woelki, der auf FC-Geißbock einritt, eingeweiht, und über allem schien der "Blut-Mond".

Zur Einweihung tauchten dann neben den griechischen Göttern, die Colombinen, die Roten Funken, Helmut Schmidt auf einer Wolke sitzend, Oberbürgermeisterin Henriette Reker und viele mehr auf. Neu auch in der Puppensitzung: die Büttenredner „Schnäuzerkowski“ und „Jupp die Plaat“.

Ebenso wurden die Flüchtlingskrise und der FIFA-Skandal diskutiert. Traditionell sang unser „Maritzebell“ als letzte Nummer vor der Pause alte kölsche Lieder zum Mitsingen z.B. „Mer losse d´r Dom en Kölle“.

In der Pause wurde sich beim Kölsch angeregt über die bis dahin lustige Sitzung unterhalten. Es ist immer ein Erlebnis, die Puppensitzung.

Witz des Tages: Jogi Löw hat angekündigt, gerne mal Fortuna Düsseldorf zu trainieren.

Sehr amüsant war auch, dass ein Ehrenfelder Türke Aslan Kölner Besuchern aus dem In- und Ausland witzig die Heinzelmännchen-Sage erzählte. Außerdem war ein Wunsch der Colombinen, dass es einmal ein weibliches Dreigestirn geben sollte.

Den Abschluss bildete der überragende Auftritt der kölschen Royals, Motto-Queen Marie-Luise Nikuta und König Ludwig Sebus und „d´r Föttchedanz“ der Roten Funken mit den griechischen Göttern.

Leider wird die alte Tradition der Puppensitzung dieses Jahr von unserem lokalen Fernsehsender WDR zum letzten Mal übertragen. Viele Kölner hoffen, dass der Intendant es sich noch mal anders überlegt.

Zuletzt geändert am 08.03.2016 14:42

Nachricht vom 25.01.2016„Mer stelle alles op der Kopp“Von Ute Palm

Unter diesem Motto fand am 19.01.2016 die Blindensitzung im Ostermann Saal der Sartory-Betriebe in Köln statt. Auf Einladung des Blinden- und Sehbehindertenvereins Köln und der Muuzemändelcher nahmen 30 Mitglieder der Regionalgruppe Köln an der traditionellen Veranstaltung teil.

Das hervorragend zusammengestellte Programm von den Muuzemändelcher, unterstützt von dem Festkomitee Kölner Karneval, ließ keinen Wunsch offen. Zahlreiche Büttenredner, Tanzkorps, Fanfaren -und Musikkorps, Krätzjenssänger und bekannte Musikgruppen traten unentgeltlich auf.

Höhepunkt des Nachmittags war der Besuch des Kölner Dreigestirns. Prinz, Bauer und Jungfrau gingen im wahrsten Sinne des Wortes auf Tuchfühlung mit den Jecken. Statt auf der Bühne zu tanzen, ging das Dreigestirn zusammen mit der Adjutantur und der Prinzenequipe hinunter in den Saal, wo sie in Sekundenschnelle umringt wurden. Wann gibt es auch sonst schon einmal die Gelegenheit, den Kopfschmuck des Kölner Bauern oder die Zöpfe der Jungfrau zu ertasten?

Nach 6 Stunden gingen alle angeregt schwatzend und singend nach Hause.

Zuletzt geändert am 25.01.2016 14:34

Nachricht vom 12.01.2016Handlungskonzept zur Kölner Behindertenpolitik - Köln überwindet Barrieren - eine Stadt für alle Von Gerdi Hugoth

Als sachkundige Einwohnerinnen arbeiten wir auch in der Behindertenpolitik der Stadt Köln mit. Wir, dass sind Ute Palm und ich.

Im Jahre 2009 hat der Rat der Stadt Köln beschlossen ein Handlungskonzept für die Behindertenpolitik der Stadt nach der UN Behindertenrechtskonvention für Menschen mit Behinderung festzulegen.

Eine große Herausforderung! Wir begrüßen es sehr, dass wir ab 2015 an der Gestaltung und Weiterentwicklung des Handlungskonzeptes mitwirken können.

Die Akteure setzten sich aus dem Büro des Behindertenbeauftragten, der Verwaltung, Behindertenorganisationen, den Verbände der Freien Wohlfahrtspflege und Selbsthilfegruppen zusammen.

Unser aller gemeinsames Ziel ist es, dass unsere Stadt eben „eine Stadt für alle“ wird. Eine große Aufgabe und nicht einfach zu lösen.

Da wir den Fokus auf Sehbehinderte und Blinde legen, muss einiges an Aufklärungsarbeit geleistet werden.

Nehmen wir zum Beispiel öffentliche Gebäude. Sehr geschmackvoll ausgestattet, alles im Edel Look und Ton in Ton. Für Menschen mit unserem Handikap, ach Sie wissen schon, ist keine Orientierung möglich. Schon die Suche und Bedienung eines Aufzugs wird zur Herausforderung. Wie wichtig für uns Kontrast und Licht sind muss immer und immer wieder erwähnt und eingefordert werden. Dies ist nur ein Beispiel um was es in einem Handlungskonzept geht.

Das Handlungskonzept enthält rund 200 Maßnahmen für 12 kommunale Handlungsfelder. Als Richtschnur für jedes der Handlungsfelder steht eine Vereinbarung aus der Erklärung von Barcelona.

Als übergreifende Leitziele werden beschrieben:

  • Abbau von Barrieren und Ermöglichung gleichberechtigter Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen,
  • Förderung von Entscheidungsfreiräumen und das Rechts auf Selbstbestimmung

Große Teile des Maßnahmenprogramms sind darauf ausgerichtet, in relativ kurzer Zeit umgesetzt und zu Standards kommunalen Handelns zu werden. Absicht war und ist es, bereits kurzfristig positive Veränderungen für die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung und ihre Teilhabemöglichkeiten in Köln zu bewirken.

Weitere Informationen finden Sie im Netz unter:

www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/behinderung (externes Angebot)

Zuletzt geändert am 16.01.2016 16:58

Nachricht vom 2.11.2015DAS BLINDENMOBIL – KOSTENLOSER FAHRDIENST VON A NACH B
Einfach und unbürokratisch!

von Gerdi Hugoth

Das Blindenmobil ist ein Fahrdienst der ganz besonderen Art: Er funktioniert nach dem bewährten „Vier-Augen-Prinzip“, bei dem Blinde und Sehbehinderte nicht nur von A nach B gefahren, sondern auch in nichtalltäglichen Situationen unterstützt werden. Sei es bei Behördengängen, Bankgeschäften oder Facharztterminen, beim Ausfüllen von Formularen, Unterzeichnen von Dokumenten oder Zurechtfinden in fremden Gebäuden.
Mit diesem deutschlandweit bisher einmaligen kostenlosen Fahr- und Begleitservice setzen die Blindenfreunde dort an, wo Routine aufhört und Unbekanntes anfängt. So wird eine weitere Versorgungslücke bei der Betreuung Blinder und Sehbehinderter geschlossen.
Bisher ist das Blindenmobil in Berlin, Köln, Hannover, Hamburg, Stuttgart und Rhein-Main im Einsatz. Weitere Großstädte sollen folgen. Allen voran im Ruhrgebiet. Die Planung von drei Fahrzeugen ist dort bereits in vollem Gang.

Reservierung für Köln

Herr Schauerte ( Fahrer)

Telefon: (0151)17 20 92 79

Montag bis Freitag von 9:00–16:00 Uhr

Die Reservierung muss mindestens 2 Tage im Voraus erfolgen.

Da Herr Schauerte nicht immer zu erreichen ist, kann die Anmeldung auch auf dem AB erfolgen, er ruft dann zurück.

Sie können den Fahrdienst anfordern für:

  • Termine bei Ämtern (z. B. Versorgungsamt, Sozialamt, Arbeitsamt, Einwohnermeldeamt etc.)
  • Vorstellungsgespräche bei potenziellen Arbeitgebern
  • Erstberatung bei Selbsthilfeeinrichtungen
  • Termine bei Rechtsanwälten und Notaren
  • Fachärztliche Untersuchungen etc.


Wichtiger Hinweis!
Ausgeschlossen sind Fahrten zu: Veranstaltungen
wie Konzerte, Theater etc., Hausarztuntersuchungen,
Einkäufen für den täglichen Bedarf, Besuchen bei
Verwandten, Bahnhöfen und Flughäfen.

Zuletzt geändert am 30.12.2015 15:09

Nachricht vom 23.07.2015Hätzlich wellkumme im Hänneschentheater, dem Theater in dem seit 1802 ein Stück Herz von Köln lebtvon Ute Palm

Das neue Jahr brachte für die Aktiven der PRO RETINA Regionalgruppe Köln ein "besonderes Dankeschön". Die Intendantin des Kölner Hänneschen-Theaters, Frau Kemmerling, hatte es möglich gemacht, dass 15 Aktive der Regionalgruppe die stets ausverkaufte Puppensitzung besuchen konnten. Wir hatten "vill Spass" und manch einer auch etwas Mühe dem "Kölschen" zu folgen.

bild_haenneschen_0.jpg Aktive in der "Puppensitzung"

Zuletzt geändert am 02.11.2015 12:25

Nachricht vom 26.03.2015Apple Schulung der PRO RETINA Mitglieder der Regionalgruppe (RG) Köln

von Gerdi Hugoth

Wie wichtig und hilfreich ein iPhone für unseren Personenkreis sein kann, hat sich ja schon herumgesprochen.

"Darüber möchten wir gerne mehr erfahren!", erklärte das Team der Regionalgruppe Köln. Unser Teammitglied, Theo Neunzig, selbst ein begeisterter Nutzer des iPhons, nahm sich des Themas an.

Als Trainer wurde Dario Madani, ein Mitarbeiter der Firma VISTAC, gebucht.

Im Vorfeld gab es eine Veranstaltung in der das iPhone mit all seinen wichtigen Funktionen vorgestellt wurde. Herr Madani bedient das iPhone wie David Garret seine Geige und alle waren begeistert.

Nach der Veranstaltung konnten die Mitglieder entscheiden, ob so ein iPhone das richtige für den persönlichen Bedarf ist.

Mit acht Personen fand dann der „Anfänger“ Kurs am 21.02.15 statt.

Es war sehr spannend, denn manche der Teilnehmer hatten noch nie ein iPhone in den Händen gehalten. Zunächst einmal wurde das Gerät erklärt. Wo schalte ich ein oder aus? Was ist der Home Button? Was ist Voice Over? Was ist SIRI? Vor allen Dingen wie funktioniert das Ganze?

Da das iPhone auf Gesten und Sprache reagiert musste man also zuerst einmal die Gesten erlernen. Hierzu gehörten dann streichen und wischen mit einem, zwei, drei oder vier Fingern. Der Klick zum Markieren, der Doppelklick zum Ausführen. Und vieles mehr.

Nach kurzer Zeit hatten auch die Anfänger den Bogen raus und erstellten einen Kontakt im Telefonbuch. Dabei wurde wahlweise der Namen geschrieben oder diktiert.

Wir lernten eine SMS/ E-Mail zu schreiben und zu beantworten.

Am Ende der Schulung konnte jeder telefonieren, einen Kontakt anlegen, eine SMS oder Mail schreiben.

Übrigens haben wir mit unterschiedlichen Modellen von iPhone gearbeitet. Von 4 S bis 6+ war alles dabei.

Auch für das leibliche Wohl war bestens vorgesorgt. Ute Palm hatte den Kochlöffel geschwungen und ein tolles Fingerfood Buffet gezaubert. Vielen Dank hierfür.

Fazit:
Es war ein super toller Tag. Alle haben etwas gelernt und waren mit großem Spaß und Eifer bei der Sache.

Dank des guten Kontaktes zur Boll-Stiftung konnte Theo Neunzig erreichen, dass diese uns eine iPhone Schulung ermöglichte und die Teilnehmer nur einen Eigenanteil von 60 Euro aufbringen mussten.

Ein Kurs für Fortgeschrittene findet noch in diesem Jahr statt. Wir sind schon sehr gespannt.

Alles in Allem eine runde Sache, die wir nur weiter empfehlen können.

Zuletzt geändert am 15.07.2015 14:03

Nachricht vom 8.11.2014WAISEN der Medizin - Leben mit einer Seltenen Erkrankung

von Ute Palm

Am 04.07.2014 hatte die AOK Rheinland/Hamburg in Köln die Mitglieder der Regionalgruppe Köln zur Besichtigung der Wanderausstellung "WAISEN der Medizin" ins Clarimedishaus der AOK eingeladen.

Die Fotoausstellung „Waisen der Medizin“ unter der Schirmherrschaft der Gesundheitsministerin von NRW Barbara Steffens, zeigt 37 Fotos von Kindern und Erwachsenen, die mit unterschiedlichen Seltenen Erkrankungen leben. Die Fotografinnen Verena Müller, Kathrin Harms und Maria Irl haben Augenblicke des Alltags eingefangen. Entstanden ist ein einfühlsamer Einblick in die Lebenswelt der Betroffenen. Die Fotografien zeigen, wie sich das Leben mit einer seltenen Erkrankung anfühlt – Fotografien, die Hürden und Grenzen aufzeigen, aber auch den Lebensmut, die Kraft und die Fröhlichkeit der betroffenen Menschen einfangen.

Ute Palm mit der RG-Köln bei der Fotoausstellung „Waisen der Medizin“Ute Palm mit der RG-Köln bei der Fotoausstellung „Waisen der Medizin“

Die ACHSE e. V. und die AOK Rheinland/Hamburg möchten mit der Ausstellung für die Situation und die Belange der Menschen mit Seltenen Erkrankungen, den „Waisen der Medizin“, sensibilisieren, damit sie nicht zusätzlich zu Waisen der Gesellschaft werden.

Herr Michael Wenninghoff, Regionaldirektor, der AOK, hieß die Mitglieder herzlich willkommen. Die Vorstellung des AOK Projektes "Selbsthilfe erleben", das anhand verschiedener Seminare vorgestellt wurde fand reges Interesse und die Mitarbeiterinnen der AOK beantworteten viele Fragen.

Danach fand ein reger Gedankenaustausche bei Kaffee und Kuchen statt.

Zuletzt geändert am 15.07.2015 14:05

Nachricht vom 8.11.2014Das iPhone als blindentechnisches Hilfsmittel

zu diesem Einführungsvortrag hatte das Team der Regionalgruppe Köln seine Mitglieder am 25.10.2014 ins Teresa-von-Avila-Haus in Köln eingeladen.

31 Mitglieder waren der Einladung gefolgt.

Es stellte sich heraus, dass unser Referent Dario Madani, der selbst erblindet ist, ein wirklicher Experte zum Thema ist. Nach vier Stunden, in denen nicht nur die vielfachen Möglichkeiten es iPhone vorgestellt, sondern auch die Fragen der Anwesenden umfassend beantwortet wurden, gingen die Teilnehmer, deren Alter zwischen 35 und 92 Jahren lag, nach Hause. Vorher wurde dem RG-Team allerdings das Versprechen abgenommen, im nächsten Jahr eine Schulung für iPhone - Einsteiger und Fortgeschrittene mit Herrn Madani durch zuführen.

Theo Neunzig, thre90@t-online.de, nimmt dazu schon jetzt Vormerkungen entgegen.

Ute Palm

Zuletzt geändert am 15.07.2015 14:09

Nachricht vom 27.10.2014Zwischen Sicherheit und Stigma

von Markus Brinker (rbm)

Bin ich verpflichtet, mich als sehbehinderte oder blinde Person im Straßenverkehr zu kennzeichnen? Und wenn ja, wie muss diese Kennzeichnung erfolgen? Mit diesen Fragen wenden sich Betroffene immer wieder an die Rechtsberatungsgesellschaft “Rechte behinderter Menschen”. Das Wichtigste zur Kennzeichnung, die in vielen Fällen sehr ratsam ist, im Überblick.

Grundsätzlich kann jeder am Straßenverkehr teilnehmen – als Fußgänger, Radfahrer oder, sofern man Inhaber einer entsprechenden Fahrerlaubnis ist, auch motorisiert. Aber wie wirkt sich dieser Grundsatz aus, wenn man sehbehindert oder blind ist? In den einschlägigen Gesetzen gibt es aus gutem Grund keine starren Regelungen, die speziell für blinde und sehbehinderte Verkehrsteilnehmer geschaffen worden wären. Eine Ausnahme stellen natürlich die Regelungen für eine Fahrerlaubnis dar, zu deren Erwerb ein gewisses Sehvermögen vorausgesetzt wird. Der Leitgedanke zur sicheren Teilnahme aller Menschen am Straßenverkehr ist in § 1 der Straßenverkehrsordnung verankert. Hier heißt es:

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Diese Verpflichtung zur Vorsicht und gegenseitigen Rücksichtnahme kann es im Einzelfall gebieten, als sehbehinderter oder blinder Verkehrsteilnehmer nur begleitet oder sichtbar gekennzeichnet auf die Straße zu gehen. § 2 Abs. 1 der Fahrerlaubnisverordnung, die immer wieder als einschlägige Vorschrift für die “Kennzeichnungspflicht” Sehbehinderter und Blinder herangezogen wird, enthält aber keine genauen Kriterien, wann dies tatsächlich erforderlich ist. Die Vorschrift lautet:

“Wer sich infolge körperlicher oder geistiger Beeinträchtigungen nicht sicher im Verkehr bewegen kann, darf am Verkehr nur teilnehmen, wenn Vorsorge getroffen ist, dass er andere nicht gefährdet. Die Pflicht zur Vorsorge, namentlich durch das Anbringen geeigneter Einrichtungen an Fahrzeugen, durch den Ersatz fehlender Gliedmaßen mittels künstlicher Glieder, durch Begleitung oder durch das Tragen von Abzeichen oder Kennzeichen, obliegt dem Verkehrsteilnehmer selbst oder einem für ihn Verantwortlichen.”

Das heißt: Es gibt keine generelle Verpflichtung, sich ab einer bestimmten Visusgrenze als Sehbehinderter oder Blinder im Straßenverkehr zu kennzeichnen. Der Gesetzgeber überlässt jedem selbst die Einschätzung, ob er sicher am Straßenverkehr teilnehmen kann, ohne eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darzustellen und ab wann er selbst Vorsorgemaßnahmen treffen sollte – etwa in Form eines Mobilitätstrainings, einer entsprechenden Kennzeichnung oder durch eine Begleitperson. Praktisch bedeutet dies, dass es sehbehinderte Menschen mit einem Visus von fünf Prozent geben kann, die vollkommen sicher und ungekennzeichnet am Straßenverkehr teilnehmen können, während andere mit 20-prozentiger Sehkraft unbedingt eine Kennzeichnung benötigen. Sehbehinderte oder blinde Fußgänger können ihre Behinderung durch einen weißen Blindenstock, einen Blindenhund im weißen Führgeschirr und gelbe Abzeichen mit drei schwarzen Punkten kenntlich machen. Unter den gelben Abzeichen versteht der Gesetzgeber in erster Linie die gelbe Armbinde, die an beiden Armen getragen werden muss, nicht aber die kleinen Anstecknadeln, da diese nicht ausreichend erkennbar sind.

Auch wenn der Schritt zur Kennzeichnung gerade für Sehbehinderte, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche, emotional häufig eine Hürde darstellt, sollten sich die betroffenen Personen oder Verantwortlichen über die Konsequenzen einer fehlenden, aber erforderlichen Kennzeichnung im Klaren sein. Ist eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr objektiv nicht gewährleistet und kennzeichnet sich der Betroffene nicht entsprechend sichtbar für andere Verkehrsteilnehmer, so begeht er eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Viel wichtiger als die bußgeldrechtlichen Konsequenzen, die in der Praxis ohnehin kaum eine Rolle spielen, sind die zivilrechtlichen Folgen bei einem möglichen Verkehrsunfall.

Fehlt die erforderliche Kennzeichnung, wird von der gegnerischen Partei und auch von den Gerichten nach dem ersten Anschein in der Regel von einem Verschulden des sehbehinderten oder blinden Verkehrsteilnehmers ausgegangen. Dazu muss man gar nichts weiter falsch gemacht haben, als sich nicht zu kennzeichnen. Im Zweifel kann es also teuer werden, weil man nicht nur für den eigenen Schaden, sondern gegebenenfalls auch für die Verletzungen anderer aufzukommen hat. Nur eine ordnungsgemäße Kennzeichnung kann hier Abhilfe schaffen. Da das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme gilt, haben alle anderen Verkehrsteilnehmer eine erhöhte Sorgfalt walten zu lassen, sobald sie einen entsprechend gekennzeichneten blinden oder sehbehinderten Verkehrsteilnehmer wahrnehmen.

Ist eine andere Person für den sehbehinderten oder blinden Menschen verantwortlich, wie beispielsweise die Eltern oder andere Aufsichtspersonen für Kinder, so kann dies eine Haftung dieser Aufsichtspersonen für auftretende Schäden nach sich ziehen, wenn eine Kennzeichnung objektiv notwendig war und nicht ordnungsgemäß erfolgt ist.

Zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer empfiehlt es sich daher, gewisse Eitelkeiten abzulegen, sich im Zweifel entsprechend zu kennzeichnen und gegebenenfalls auch ein Orientierungs- und Mobilitätstraining zu absolvieren.

Zuletzt geändert am 15.07.2015 14:06

Nachricht vom 16.01.2014Patientensprechstunde in der Universitätsaugenklinik Köln

Am 10. Januar 2014 konnten wir die Patientensprechstunde in der Universitätsaugenklinik Köln, Joseph-Stelzmann-Str. 1 , 50931 Köln, im dritten Stock, Zimmer 10, eröffnen.

Jeden Freitag von 13.00 - 16.00 Uhr werden im Wechsel Frau Brigitte Töller und Frau Waltraud Selbach ehrenamtlich die von Netzhautdegeneration Betroffenen beraten.

Anmeldung unter (02 21) - 58 45 38 oder 68 19 56

Dank Frau Braune, die die RP Ambulanz koordiniert, konnte schon am ersten Tag eine junge Mutter von drei Kindern, bei der vor kurzem RP diagnostiziert worden war, umfassend beraten werden.

Durch die Auslegung unserer Broschüren in allen Bereichen der Augenklinik können wir nicht nur Betroffene über ihre Erkrankung aufklären sondern möchten dadurch auch neue Mitglieder werben.

Unser Dank gilt besonders Prof. Dr. Claus Cursiefen, Prof. Dr. Bernd Kirchhof und Prof. Dr. Sascha Fauser, die es uns in kürzester Zeit ermöglichten die PRO RETINA Patientensprechstunde in ihrem Hause zu eröffnen.

Zuletzt geändert am 15.07.2015 14:08

Nachricht vom 2.02.2013Eine Auswahl an Hilfsmitteln

Eine Auswahl an Hilfsmitteln stellte Melissa Kielbassa von der Firma Reinecker Reha-Technik in Köln anlässlich unseres ersten Regionalgruppentreffens 2013 vor.

Die Firma existiert schon seit 41 Jahren.

Anlass der Firmengründung war ein Betroffener in der Familie des Firmengründers, der ein Bildschirmlesegerät brauchte, es aber am Markt noch keins gab. So baute Herr Reinecker als Fernsehtechniker ein Bildschirmlesegerät selbst und fing an, es zu vermarkten.

Heute hat die Firma 140 Mitarbeiter, von denen 60 bundesweit im Außendienst tätig sind.

Weitere Niederlassungen gibt es in den Niederlanden und Österreich.

Die Mitarbeiter fahren zu den Kunden nach Hause, führen dort die Geräte vor. Der Kunde erprobt den Umgang mit dem Gerät.

Reinecker Reha Technik ist Vertragspartner der meisten Krankenkassen.

Auch die Abwicklung über Augenarzt und Krankenkasse wird durch Reinecker Reha Technik übernommen. Wenn die Zusage zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse eingegangen ist, liefert ein Mitarbeiter das Gerät nach Hause und macht eine Einweisung.

Diese beiden Services, also Übernahme der Korrespondenz bis zur Bewilligung und Lieferung und Einweisung, sind inklusive.

Ein Bildschirmlesegerät wird abhängig von der bestmöglich korrigierten Sehschärfe verordnet, beispielsweise bei einem zehnfachen Vergrößerungsbedarf.

Das stationäre Modell besteht aus einem großen Bildschirm und einem Kreuztisch.

In den neueren Verträgen würden mittlerweile einige Krankenkassen den Farbbildschirm übernehmen.

Wahlweise könnte man aber auch auf Farbe verzichten und die Krankenkasse die Autofocus-Funktion übernehmen lassen.

Zuletzt geändert am 16.07.2015 07:15

Nachricht vom 29.09.2011Patientensymposium: Die künstliche Netzhaut für RP-Patienten wird Kassenleistung

Patientensymposium der PRO RETINA Deutschland e. V. Die künstliche Netzhaut für RP-Patienten wird Kassenleistung

Am Montag, 24.10.2011 findet von 13:30 bis 16:00 Uhr das Patientensymposium der PRO RETINA Deutschland e. V. statt.

Einlass ab 13:00 Uhr

Filmhaus des Museums Ludwig
Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln

Patienten mit hochgradiger Degeneration der äußeren Netzhaut, wie typischerweise bei Retinopathia pigmentosa (RP), können jetzt von einer zugelassenen Prothese profitieren. Nach klinischen Vor-Studien in den USA und Europa ist erstmals eine kommerziell erhältliche Retinaprothese auch in Deutschland verfügbar.

Die Prothese heißt Argus II. Sie ist ein implantierbares Gerät der zweiten Generation der Firma Second Sight Medical Products Inc. aus den USA. Das System wandelt Videobilder, die über eine Miniatur-Videokamera in der Brille des Patienten aufgenommen werden, in eine Serie von elektrischen Impulsen um, die drahtlos an eine Elektrodenmatrix auf der Oberfläche der Retina (epiretinal) übermittelt werden. Die verbleibenden Zellen der Netzhaut werden durch die Impulse stimuliert, und dadurch werden entsprechende Lichtmuster vom Gehirn wahrgenommen. Die Patienten lernen anschließend, die visuellen Muster zu interpretieren, und erlangen dadurch einen gewissen Grad an funktioneller Sehfähigkeit. Die Patienten der klinischen Vor-Studien wiesen Verbesserungen der Sehfunktion auf, unter anderem in Bezug auf die Erkennung von Objekten, Verbesserungen der Orientierungs- und Mobilitätsfähigkeit und sogar die Erkennung von Buchstaben.

Wir laden alle betroffenen Patienten zusammen mit ihren Angehörigen am 24.10.2011 nach Köln ein, sich zu informieren über die Chancen und Risiken der künstlichen Netzhaut von heute und über Voraussetzungen am Auge, die am ehesten einen Vorteil durch den Eingriff erhoffen lassen.

  • Ute Palm
  • PRO RETINA Deutschland e.V.
  • Prof. Dr. med. Bernd Kirchhof
  • Universitäts-Augenklinik Köln
  • Prof. Dr. med. Peter Walter
  • Universitäts-Augenklinik Aachen

Programm

  • 13:30 Uhr: Begrüßung
  • Neue Untersuchungs- und Behandlungsverfahren
    • Prof. Dr. med. Bernd Kirchhof
    • Universitäts-Augenklinik Köln
  • 13:35 Uhr: Verschiedene technische Entwicklungen der künstlichen Netzhaut
    • Prof. Dr. med. Peter Walter
    • Universitäts-Augenklinik Aachen
  • 14:00 Uhr: Fragen an Prof. Dr. med. Peter Walter
  • 14:15 Uhr: Stand der Entwicklung des elektronischen subretinalen Implantats Alpha IMS für Blinde
    • Reinhard Rubow
    • Retina Implant AG, Reutlingen
    • Dr. Katharina Stingl
    • Universitäts-Augenklinik Tübingen
  • 14:30 Uhr: Der Seheindruck mit Prothese. Wer profitiert am ehesten?
    • Claire Marie Gigon
    • Second Sight, Lausanne
  • 14:45 Uhr: Fragen an Reinhard Rubow, Dr. Katharina Stingl und Claire Marie Gigon
  • 16:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Moderation: Ute Palm, PRO RETINA Deutschland e.V.

Bitte melden Sie sich bis zum 14.10.2011 per Fax unter 02 41 / 87 39 61 oder per E-Mail unter info@pro-retina.de zu dieser Veranstaltung an.

Informationen

Anreise vom Hauptbahnhof Köln

Ausgang Domseite / Treppe bzw. Aufzug zur Domplatte / links am Ende des Doms, vorbei durch das Museum Ludwig bzw. rechts am Museum vorbei, ist der Eingang zum Filmhaus, erste Etage

Anreise mit dem Auto

Der Beschilderung Zentrum - Dom folgen, Parkmöglichkeiten im Parkhaus am Dom

Veranstalter:

PRO RETINA Deutschland e.V.
Vaalser Straße 108
52074 Aachen
Telefon: 02 41 / 87 00 18
Telefax. 02 41 / 87 39 61

E-Mail: info@pro-retina.de

Am 11.11.2011 findet eine weitere Veranstaltung zu dem Thema in München statt.

Mehr Informationen erhalten Sie zu dem Thema bei Dr. Brigitte Mielke, Telefon 0 89 / 17 47 26, und im Internet auf dieser Internetpräsenz unter dem Link"Aktuelle Rundschreiben"

Wir danken für Ihre freundliche Unterstützung: Second Sight

Zuletzt geändert am 15.07.2015 14:18

Nachricht vom 10.01.2011Besinnliche Weihnachtsfeier mit Geschichten und Gedichten

Besinnliche Weihnachtsfeier mit Geschichten und GedichtenAutor: Nathalie Podda

Das diesjährige letzte Treffen der Regionalgruppe Köln fand am 20. November wie gewohnt im Teresa-von-Avila-Haus statt. Eine Vielzahl von Besuchern erschienen zu dieser Festlichkeit und wurden mit kleinen Leckereien wie Kaffee und Keksen bewirtet.

Im Juli und August hatten die Mitglieder der Regionalgruppe Köln die Möglichkeit, den Umgang mit dem Ton in einem Workshop im "Keramion" in Frechen kennen zu lernen. Die dabei entstandenen kleinen Kunstwerke waren im Rahmen der Weihnachtsfeier zu bewundern.

Kleine Kunstwerke aus TonVerschiedene kleine Kunstwerke aus Ton

Als Ehrengäste waren bei dieser Feier das Ehepaar Roswitha und Ernst-J. Künne eingeladen. Die beiden sind für ihre außergewöhnlichen Geschichten über Weihnachten, über das Leben, die Welt und die Zeit international bekannt geworden. Die Lesung ihrer Geschichten verzauberte alle Anwesenden und sorgte für eine andächtige und besinnliche Atmosphäre. Im Anschluss an die Lesung von Geschichten und Poesien entstand eine angeregte Fragerunde. Die Künstler gaben Tipps und Ratschläge, wie man die eigenen und persönlichen Lebensgeschichten niederschreiben und veröffentlichen könnte. Die Teilnehmer zeigten sich sehr interessiert und es schien, als ob einige auch bald die eigenen Geschichten zu Papier bringen werden. Wir warten gespannt auf ihre Werke.

Gedichtelesung bei der WeihnachtsfeierDas Ehepaar Roswitha und Ernst-J. Künne bei der Lesung ihrer Geschichten und Poesien

Möchten Sie mehr über die Künstler erfahren? Dann besuchen Sie ihre Homepage:
(externer Link) www.kuenne-verlag.de

Zuletzt geändert am 16.07.2015 06:44

Nachricht vom 22.10.2010Alle Facetten des Sports

Aktionswoche zum Behindertensport an der Sporthochschule Köln von Sandra Moqaddem

Vom 18. bis 22. Oktober 2010 fand an der Sporthochschule Köln die zweite Aktionswoche zum Behindertensport statt. Der Behindertensport ist Bestandteil von Forschung und Lehre an der Sporthochschule Köln. Hinter der Aktionswoche steckt die Idee, diese Aktivitäten in die Öffentlichkeit zu tragen und die Ziele des Sports für Menschen mit einer Behinderung für Zielgruppen innerhalb und außerhalb der Hochschule darzustellen. Die Aktionswoche wird von der Deutschen Sporthochschule Köln in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Behindertensportverband e. V., dem Deutschen Rollstuhlsportverband e. V. und dem Forschungsinstitut für Behinderung und Sport e. V. organisiert. Neben den praktischen und theoretischen Veranstaltungen im Laufe der Aktionswoche für die Studierenden fand am 20. Oktober 2010 die Hauptveranstaltung im Hörsaaltrakt der Deutschen Sporthochschule statt. Hier war die PRO RETINA Deutschland e. V. mit einem Informationsstand vertreten.

Ein Student probiert einen Kantenfilter aus, Informationsstand PRO RETINAUte Palm und Sandra Moqaddem am Informationsstand. Ein Sportstudent probiert einen Kantenfilter aus

Dr. Walter Tokarski, Rektor der Deutschen Sporthochschule Köln, wies in seinem Grußwort auf die Behindertenrechtskonvention von 2009 hin. Teilhabe bedeutet demnach, dass Aktivitäten in allen Bereichen, die der betroffenen Person wichtig sind, ohne Beeinträchtigung ausgeübt werden können.

Sport als Katalysator

Sport wirkt hierbei als Vorreiter und als Katalysator, denn er steht für mehr Akzeptanz für die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen - dieses auch vor dem gesamtgesellschaftlich zu sehenden Hintergrund, dass lebenslange Aktivität im Leben und im Sport notwendig ist.

Die Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit bekommt für Menschen mit Beeinträchtigungen umso mehr Gewicht und zeugt von einer aktiven Teilhabe am Leben. Im Sport erfährt der Einzelne ein aktives Erleben seiner Möglichkeiten und seiner Grenzen. Er erlernt Fertigkeiten, er lernt die Fähigkeit, sein Können selbst einzuschätzen, seine Grenzen zu akzeptieren, eventuell zu überwinden und ein Stück weit zu verschieben.

Förderung des Behindertensports an der Deutschen Sporthochschule Köln

Der Außenminister a. D. Dr. Klaus Kinkel, Mitglied des Hochschulrats der Deutschen Sporthochschule Köln, legte dar, dass die Lebensfreude und den Einsatz, den Spitzenbehindertensportler zeigen, dazu beitragen, anderen behinderten Sportlern Mut zu machen. Daher sollten Behindertensportveranstaltungen auf großer, mittlerer und kleiner Ebene stattfinden.

Kinkel stellte die Frage, inwieweit die Gesellschaft angesichts des medial verzerrten Bildes von Jugend, Schönheit und Erfolg sensibel reagieren kann, wenn es um Nöte der nicht so Leistungsfähigen geht, die jeden treffen - insbesondere am Anfang und am Ende des Lebens, durch Schicksale oder durch Behinderungen. Von daher sei es umso wichtiger, das Bild wieder ein Stück weit in Richtung Vielfalt und Realität zu rücken, indem dem Behindertensport ein medialer Raum zugestanden wird.

Sport stärkt das Selbstbewusstsein und fördert die Integration in die Gesellschaft, so Kinkel. Die Sportler haben die Möglichkeit, Freundschaften zu schließen, fremde Länder kennen zu lernen, Freude und Bestätigung durch ihre Erfolge zu erfahren, was wiederum ihren Charakter formt und sich positiv auf ihre Konzentrationsfähigkeit und ihre Leistungsbereitschaft auswirkt. So erfährt der behinderte Sportler eine interessante, aufregende Welt.

Vom Nischendasein in die Öffentlichkeit

Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbands e. V., Friedhelm Julius Beucher, stellte fest, dass der Behindertensport in den letzten Jahren aus seiner Nische langsam in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten ist. Der Respekt für die Leistungen von Menschen mit Behinderungen zeige sich besonders gegenüber den Leistungssportlern, dann auch im Bereich des Breitensports, schließlich gäbe es 27.000 Übungsleiter in etwa 5.000 Vereinen. Ein weiteres Beispiel ist, dass die Behindertensportjugend zum ersten Mal bei "Jugend trainiert für Olympia" dabei sein konnte. Schließlich zeigte sich auch bei den Winterparalympics in Vancouver 2010, dass Deutschland mit 13 Goldmedaillen am besten abschnitt.

Die Aspekte zum Erfolg

Den Hauptvortrag hielten Verena Bentele und Thomas Friedrich, mehrfache Paralympicssieger Vancouver 2010 im Bereich Ski nordisch.

Beim Schießen im Biathlon verläßt sich die blinde Verena Bentele auf ihr Gehör und wird auf dem Bauch im Schnee liegend durch akustische Signale geleitet, um die Scheibe möglichst im Zentrum zu treffen. Skilanglauf macht Verena Bentele mit Thomas Friedrich. Er ist Absolvent der Deutschen Sporthochschule und läuft als Begleitläufer vor Verena Bentele her und kommuniziert mit ihr über prägnante Kommandos. So leitet er sie sicher durch das Gelände. Verena Bentele ihrerseits muss ein sehr gutes Vertrauen zu Thomas Friedrich haben und sich auf ihren Körper zu hundert Prozent verlassen können. Die beiden müssen als gut eingespieltes Team funktionieren, und das im Hinblick auf eine gute Fahrtechnik, Kraft und Ausdauer, eine gute Kommunikation und nach und vor dem Training oder dem Wettkampf mit Pflege und Wartung des Materials.

Die Kommunikation endet natürlich nicht bei den Kommandos und der schnellen Reaktion, sondern es werden knifflige Wettkampfsituationen einstudiert und gefestigt. Das zu befahrende Gelände muss vor dem Wettkampf kennen gelernt werden. Möglicherweise sind Verhaltensweisen oder Techniken zu ändern, so dass auch eine Diskussionskultur oder Feedbackkultur notwendig sind. Es ist eben das völlige sich aufeinander Einlassen und Mitschwingen in allen Bereichen wichtig - von Verena Bentele und Thomas Friedrich als Team.

Wo will ich hin?

Kraft, Ausdauer, Material, Trainingsplan sind schon einmal "ein Teil der Miete". Darüber hinaus ist es sehr wichtig, Motivation zu haben und mental Ziele zu definieren. "Wo will ich hin?" "Was muss ich investieren?", so Bentele und Friedrich wörtlich, die sich natürlich auch den Vortrag geteilt hatten und sich die einzelnen Passagen zuspielten.

Wo muss ich Kraft einsetzen? Ich muss die Herausforderung annehmen, dafür kämpfen. Aber gleichzeitig muss der Sport noch Spaß machen!

Die Motivation kommt von außen, beispielsweise durch die Unterstützung von Freunden, Familie und der Mannschaft. Daneben gibt es die Motivation, die dadurch entsteht, wenn man sich auf ein Ziel fokussiert. (DEN Berg da vor mir, die Distanz, das Trainingsziel will ich erreichen; diese Bewegung will ich verbessern, diese Feinheiten trainieren.) Dieses sollten natürlich nur positive, auf die Zukunft gerichtete Ziele sein. So lassen sich auch Teilsituationen auf dem Weg zum Erfolg und zum großen Ziel gut bewältigen.

Dass Verena Bentele und Thomas Friedrich ihr Ziel erreicht haben, haben sie mit fünf Mal Gold in Vancouver 2010 bestens bewiesen!

Zuletzt geändert am 16.07.2015 06:38