Fahr- und Begleitservice im Raum Köln

Bei unserem Regionalgruppen-Treffen am 13. März 2010 stellte Achim Schauerte von der Gemeinschaft Deutscher Blindenfreunde von 1860 Moon'scher Blindenhilfsverein e. V. sein Angebot vor.

Der Pfarrer Dr. William Moon, England, erblindete aufgrund einer Scharlacherkrankung im Alter von 21 Jahren. Fortan setzte er all' seine Energie für die Integration von Blinden in die Welt der Sehenden ein und entwickelte beispielsweise die Moon'sche Blindenschrift, die sich gegenüber Braille aber nicht durchsetzte. Er trat für den gemeinsamen Unterricht von Sehenden und Blinden ein.

Dr. William Moon bereiste Europa und traf im Jahre 1860 auf den Kaiser Wilhelm I., der die Idee Moons unterstützte, indem er 1.000 Goldmark spendete. Dieses war der Grundstock und der Anlass, den Verein "Gemeinschaft Deutscher Blindenfreunde von 1860 Moon'scher Blindenhilfsverein e. V." in Berlin zu gründen. Die Idee hinter dem Verein ist, dass sich Sehende ehrenamtlich um blinde Mitmenschen kümmern - da, wo der Staat mit seinen Leistungen aufhört, sollen Vereine wirken. Dieses sind individuelle und unbürokratische Hilfestellungen vor Ort.

Bundesweit werden viele soziale Projekte in den unterschiedlichen Bereichen unterstützt.

Achim Schauerte mit zwei Mitgliedern der Regionalgruppe KölnAchim Schauerte von der Gemeinschaft Deutscher Blindenfreunde e. V. mit zwei aufmerksam zuhörenden Mitgliedern aus der Regionalgruppe Köln

In Berlin, Köln und seit Februar 2010 auch in Hannover gibt es einen kostenlosen Fahr- und Begleitservice für Blinde und Sehgeschädigte. Die Telefonnummer für den Raum Köln ist: 01 51 / 17 20 92 79

Der Service kann zu Fahrten zu ungewöhnlichen Terminen, wie beispielsweise:

  • Amtsbesuchen
  • Vorstellungsgesprächen bei potenziellen Arbeitgebern
  • Erstberatung bei Selbsthilfeeinrichtungen
  • Terminen bei Rechtsanwälten und Notaren
  • Fachärztlichen Untersuchungen

- also Terminen, die nicht tagtäglich anfallen - von montags bis freitags genutzt werden. Der Begleitservice holt die sehgeschädigte oder blinde Person von zu Hause ab und begleitet sie zum Termin, wartet, bis der Termin vorbei ist, und fährt die Person wieder nach Hause.

Nicht möglich ist die Inanspruchnahme des Begleitservice für kulturelle Veranstaltungen, Hausarztuntersuchungen, Einkäufe für den täglichen Bedarf, Besuchen bei Verwandten und Fahrten zu Bahnhöfen und Flughäfen.

Über den Begleitdienst hinaus unterstützt die GDBbundesweit viele soziale Projekte in den Bereichen der Frühförderung, der Schul- und Berufsausbildung, der Integration ins Berufsleben und im Bereich von Freizeit, Urlaub, Kultur und Erholung.

Weitere Informationen über die Gemeinschaft Deutscher Blindenfreunde von 1860 (externes Angebot):

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Zuletzt geändert am 19.12.2013 10:15