Nachrichten der Regionalgruppe Mittelfranken

Nachricht vom 5.05.2016Monatstreffen am 26. Februar in Cadolzburg

Frau Sandra Reuter, Notarin in Cadolzburg, referierte zu den Themen Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung.

Jeder weiß, dass man ein Testament abfassen sollte, den letzten Willen. Aber die Bedeutung des "vorletzten Willens" - Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung - darf nicht unterschätzt werden. Er entscheidet über den Verlauf der Endphase des eigenen Lebens. Wer übernimmt die Verantwortung bei Bankgeschäften und anderen vermögensrechtlichen Angelegenheiten, z.B. die eigene Immobilie betreffend, wenn man dazu selber nicht mehr in der Lage ist? Wie bestimmen Sie, welche lebenserhaltenden oder Lebensverlängernden Maßnahmen (nicht) durchgeführt werden sollen, wenn Sie sich selber nicht mehr artikulieren können?

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung ergänzen sich; sie adressieren die wirtschaftlichen und persönlichen Aspekte des Lebens. Es ist zweckmäßig, beide einzurichten. Die Betreuungsverfügung kann als eine „Vorsorgevollmacht lite“ betrachtet werden und ersetzt diese nicht. Umgekehrt ist bei Vorliegen einer Vorsorgevollmacht eine Betreuungsverfügung entbehrlich.

Vorsorgevollmacht

Ist man z.B. infolge fortschreitender Demenz oder des Eintritts eines Komas nicht mehr geschäftsfähig, bestellt das zuständige Gericht einen Betreuer, der in enger Absprache mit dem Gericht und unter dessen Aufsicht, alle wirtschaftlichen Belange des Betreuten regelt, also dessen Post liest, sein Bankkonto und seine Immobilien verwaltet, Rechtsanwälte mit der Wahrnehmung der Interessen des Betreuten beauftragt usw. Da der Betreuer für jede Entscheidung das Plazet des Gerichts einholen muss, sind schnelle Entscheidungen, die sachlich vielleicht vorteilhaft wären, kaum möglich. Es ist übrigens ein Trugschluss zu glauben, dass das Gericht den Ehepartner oder einen nahen Verwandten als Betreuer einsetzt. Es bestimmt eine neutrale Person, in komplexen Situationen einen professionellen Betreuer.

Gibt es im persönlichen Umfeld jemanden, zu dem / der man volles Vertrauen hat, ist es sinnvoll, diese Person im Rahmen einer Vorsorgevollmacht als Bevollmächtigten einzusetzen. Diese Person ist dann in der Lage, Entscheidungen in etwa so zu treffen, wie man sie selber getroffen hätte.

In der Ausgestaltung der Vorsorgevollmacht ist der Ersteller, also Sie, völlig frei. Sie kann auf definierte Bereiche und Geschäfte begrenzt sein, z.B. Bankgeschäfte. Oder sie kann sehr umfassend sein, über den Tod hinaus gelten, so dass der Bevollmächtigte auch Erbangelegenheiten zügig und ohne Erbschein regeln kann, und sie kann auch beinhalten, dass der Bevollmächtigte im Zusammenspiel mit den Ärzten die Patientenverfügung umsetzen kann.

Selbstverständlich kann man mehrere Bevollmächtigte einsetzen und man kann die Vollmacht jederzeit abändern oder annullieren.

Es ist ratsam, die Vorsorgevollmacht bei einem Notar zu erstellen. Damit ist die Vollmacht juristisch abgesichert; ein Fälschungsverdacht kann nicht aufkommen. Nur eine notariell beurkundete Vorsorgevollmacht wird in allen geschäftlichen Angelegenheiten anerkannt (Grundbuchamt, Handelsregister, Banken).

Sie wird im zentralen Register der Bundesnotarkammer hinterlegt, die für jedes Gericht einsehbar ist. Dadurch ist gesichert, dass sie im Bedarfsfall schnell aufgefunden wird. Das Original verbleibt beim Notar.

Patientenverfügung

Sie legen fest, ob und wie Sie in bestimm­ten Situationen ärztlich behandelt werden möchten, für den Fall, dass Sie Ihren Wunsch nicht mehr selbst zum Ausdruck bringen können. Insbesondere bestimmen Sie, welche lebenserhaltenden oder Lebens verlängernden Maßnahmen für Sie getroffen werden, bzw. wann diese beendet werden. Die Ärzte sind an Ihren in der Patientenverfügung geäußerten Willen gebunden.

Zuletzt geändert am 16.05.2016 17:06

Nachricht vom 5.05.2016Monatstreffen am 29. Januar – Rückblick

Bei dem Monatstreffen, an dem ca. 20 Mitglieder aus Mittel- und Oberfranken teilnahmen, hatten wir Frau Optikermeisterin Beate Schink aus Gräfenberg zu Gast.

Sie referierte zum Thema „Sehhilfen für Menschen mit Netzhaut-Dystrophien“. Sie hatte eine Vielzahl von Sehhilfen, optischen und elektronischen Vergrößerungsgeräten  und ein Lesegerät dabei, die jeder Teilnehmer ausprobieren konnte.

Hervorzuheben ist, dass  Frau Schink auch Hausbesuche anbietet – ein großer Vorteil für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. . Und das bezieht sich nicht nur auf den Raum Nürnberg – Fürth – Erlangen, sondern auch auf weiter entfernte ländliche Gegenden wie beispielsweise den Raum Wunsiedel – Marktredwitz.

Zuletzt geändert am 16.05.2016 17:04

Nachricht vom 5.05.2016Mobilitätseinschränkungen im Bus

Grundsätzlich sollen unsere Fahrgäste vorne ein- und hinten aussteigen, damit ein Fahrgastfluss entsteht und die Haltestellenaufenthaltszeit verringert wird. Dieser Zustand ist anzustreben, kann aber nicht erzwungen werden. Deshalb soll niemandem, insbesondere mobilitätseingeschränkten Menschen, das Aussteigen an Tür 1 untersagt werden

Wir werden diese Thematik auch nochmals bei den Vorgesetzten unserer Fahrer ansprechen und sie bitten, ihre Mittarbeiter diesbezüglich nochmals zu sensibilisieren.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Klientin noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Doris Krestel
VAG-Kundendialog
VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft
Postanschrift: 90338 Nürnberg
Hausanschrift: Südl. Fürther Straße 5, 90429 Nürnberg
Tel. 0911/283-4522
Fax. 0911/283-4695
E-Mail: service@vag.de
www.vag.de
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Christian Vogel, Bürgermeister
Vorstand: Josef Hasler (Vorsitzender), Tim Dahlmann-Resing, Karl-Heinz
Pöverlein, Michael Richarz
Sitz der Gesellschaft: Nürnberg
Eingetragen beim Amtsgericht Nürnberg unter HRB 1072

Zuletzt geändert am 16.05.2016 17:03

Nachricht vom 26.05.2015Infostand zur Woche des Sehens am 10. Oktober bei der Lorenzt-Kirche in Nürnberg

Der Infostand war zwischen 13 Uhr und 17 Uhr besetzt.

Foto zeigt die Mitglieder unserer Regionalgruppe am InfostandMitglieder unserer Regionalgruppe am Infostand

Wir blieben nicht alleine und es wurde uns nicht langweilig. Passanten nahmen unser Informationsangebot an.

Gespräche mit interessierten Passanten an unserem InfostandGespräche mit interessierten Passanten an unserem Infostand

Zuletzt geändert am 14.10.2016 20:27