Erster Retinitis pigmentosa-Patient erhält Stammzell-Therapie in klinischer Studie

Laut der amerikanischen Blinden-Stiftung "Foundation Fighting Blindness" (FFB) ist der erste Patient mit Retinitis pigmentosa im Rahmen einer klinischen Studie mit Stammzellen behandelt worden.Am Massachusetts Eye and Ear Infirmary in Boston ist dieser Rp-Betroffene der erste in einer klinischen Studie der Phase I/II, die laut dem amerikanischen Studienregister clinical.trials.gov mit insgesamt 15 Patienten durchgeführt werden soll.

Injektion von Vorläufer-Zellen

Die Behandlung besteht in der Injektion von sogenannten retinalen Vorläuferzellen (retinale Progenitor-Zellen, hRPCs) unter die Netzhaut. Diese hRPCs wurden aus Stammzellen, die sich schon teilweise in Photorezeptor-Zellen weiterentwickelt haben, gewonnen. Die Forscher hoffen, dass sich die injizierten Vorläuferzellen in der Netzhaut einfügen und sich dann dort vollends zu Photorezeptoren entwickeln, um die untergegangenen Sehzellen zu ersetzen. Die Wissenschaftler des FFB und von ReNeuron erhoffen sich, dass diese Therapie nicht nur die Netzhaut vor dem weiterem Verlust von Photorezeptoren schützt, sondern auch Sehvermögen bei Retinitis pigmentosa-Patienten wiederherstellt.

Beschleunigtes Zulassungsverfahren

Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA, etwa Behörde für Lebensmittel und Arzneien) hat diesem Retinitis pigmentosa-Programm von ReNeuron und der FFB eine sogenannte Fast-Track-Zulassung gewährt, was eine beschleunigte klinische Entwicklung und Vermarktung ermöglichen soll.

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Zuletzt geändert am 21.09.2016 12:28