Gentherapiestudie für Chorioideremie in Bonn geplant

Chorioideremie ist eine seltene Netzhauterkrankung, zu den Hauptsymptomen gehören wie bei der klassischen "Retinitis Pigmentosa" Nachtblindheit, periphere Gesichtsfeldausfälle und die fortschreitende Einengung des Gesichtsfeldes. Der Verlauf der Erkrankung kann sehr unterschiedlich sein. Es wird geschätzt, dass in Deutschland etwa 1.000 von Chorioideremie betroffene Personen leben. Die Chorioideremie wird augenärztlich vergleichsweise häufig nicht als solche erkannt. Sie wird X-chromosomal, das heißt geschlechtsgebunden, vererbt. In der Regel sind nur Männer betroffen. Frauen können als Überträgerinnen die Chorioideremie weitervererben, bleiben aber in der Regel ohne Sehbeeinträchtigung.

Chorioideremie-Gentherapiestudien

Die Universitäts-Augenklinik in Bonn plant nun eine Gentherapie-Studie für Chorioideremie durchzuführen, welche auf den Ergebnissen von Prof. Robert MacLaren aus Oxford basiert, bei der gute Ergebnisse seit zwei Jahren erzielt wurden. Der PRO RETINA-Newsletter hat im vergangenen Jahr schon mehrmals über diese Studie berichtet.

Wenn Sie grundsätzlich Interesse haben mehr über die Studie zu erfahren und eventuell sogar daran teilnehmen möchten, können Sie sich mit der Augenklinik Bonn in Verbindung setzten ( via Email oder Post, Kontaktdaten siehe weiter unten) und dort einen vorbereiteten Fragebogen anfordern bzw. genauere Informationen erhalten.

Und hier die Kontaktdaten:

Email: Kristina.Kuepper@ukb.uni-bonn.de

Post: Universitäts-Augenklinik Bonn, Studienzimmer, Ernst-Abbe-Straße 2, 53127 Bonn.

Bei Fragen zur Chorioideremie können Sie sich auch an den Arbeitskreisleiter Chorioideremie der PRO RETINA Deutschland e.V., Herrn Michael Längsfeld, wenden.

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Zuletzt geändert am 02.07.2015 12:54