Erste Patienten in China und UK erhalten Implantat der Retina Implant AG

Verschiedenen Meldungen entnimmt die Redaktion, dass im Rahmen der Erweiterung bestehender Studien ersten Patienten nun auch in China und UK der Mikrochip der Retina Implant AG eingesetzt wurde.

So wird berichtet, dass die erste Patientin in China, der am 13. Februar 2012 im University of Hong Kong Eye Institute das Retina Implant eingesetzt wurde, seitdem ein nützliches Sehvermögen zurückerlangt haben soll.

Das University of Hong Kong Eye Institute arbeitet partnerschaftlich mit der Retina Implant AG zusammen und ist der führende Standort für eine klinische Studie in Asien, mit der der Seh-Chip in drei Patienten geprüft werden soll, die aufgrund der degenerativen Erkrankung Retinitis pigmentosa (kurz: RP) als blind eingestuft wurden.

Wie es heißt, ist der Leiter des Studienorts in Hongkong Professor David Wong, Inhaber des Lehrstuhls für Ophthalmologie und Leiter des Eye Institute der Universität Hongkong. Professor Wong ist ein erfahrener klinischer Forscher und hat bereits mehrere randomisierte Studien in den verwandten Gebieten der Netzhautablösung und altersbedingten makuladegeneration geleitet.

„Nach monatelanger gründlicher Vorbereitung sind wir begeistert, die erste Implantation bei einer chinesischen Patientin durchzuführen, denn das ist die erste derartige Prozedur außerhalb Deutschlands. Das gesamte Team ist begeistert, wie glatt der Eingriff verlaufen ist, und wir freuen uns besonders über die erstaunlichen frühen Ergebnisse, die beweisen, dass Patienten, die an dieser bisher unheilbaren Erkrankung leiden, zumindest ein gewisses Sehvermögen zurückerlangen können.“, sagte Professor David Wong.

Weiter wird berichtet, dass Die Patientin, Tsang Wu Suet Yun, seit 15 Jahren als erblindet eingestuft ist, und in den letzten Jahren sich ihr Zustand rapide verschlechtert hat.

Nach dem Eingriff, in dem sie den Seh-Chip erhielt, kann sie nun laut der vorliegenden Meldung hell und dunkel unterscheiden. Im Labor soll sie sogar in der Lagegewesen sein, auf eine Leinwand projizierte Schriftzeichen zu erkennen.

„Frau Tsang war so lange blind, dass sie nun das Sehen neu erlernen muss, ebenso wie ein Kleinkind laufen lernen muss“, so Prof. Wong. Die Patientin muss die Hand-Augen-Koordinierung üben und die Augenbewegungen kontrollieren lernen, um ihren Blick auf bestimmte Zielobjekte fixieren zu können.

Nach der Implantation wird der Seh-Chip eingeschaltet - und damit beginnt die eigentliche Wiederherstellung des Sehvermögens. Da die Patienten neue innere Verfahren zur Interpretierung des Gesehenen entwickeln müssen, dauert es typischerweise mehrere Wochen, bis die neue Sehfähigkeit voll verwirklicht ist.

Auch aus UK wird berichtet, dass in London von Tim Jackson, consultant retinal surgeon am King's College Hospital und in Oxford von Professor Robert MacLaren, Professor of Ophthalmology am Oxford Eye Hospital, den ersten beiden Patienten in UK der Seh-Chip erfolgreich eingesetzt wurde. Im Verlauf der Studie sollen in den kommenden Wochen insgesamt 12 Personen behandelt werden.

Quellen:

Weitere Informationen: Retina Implant AG

Zum Newsletter-Archiv

Hier können Sie sich für den Newsletter an- oder abmelden.

Zuletzt geändert am 28.12.2013 11:59