Glaukom-Früherkennung erhält das Augenlicht!

In einer Pressemeldung informiert der Berufsverband der Augenärzte Deutschland (kurz: BVA) über den Nutzen von Untersuchungen zur Glaukom-Früherkennung. Sicher interessiert und vielleicht auch betrifft dieses Thema viele unserer Leserinnen und Leser. Daher reichen wir die Meldung gerne nachstehend an Sie weiter:

Glaukom-Früherkennung erhält das Augenlicht

Wird der Grüne Star (Glaukom) früh erkannt, kann er gut behandelt werden. Doch das Tückische ist: Er verläuft lange ohne Symptome.

Beim Glaukom sterben nach und nach die Zellen des Sehnervs ab. Die Ursachen sind vielfältig, oft spielt ein zu hoher Augeninnendruck eine wichtige Rolle. Der Patient hat - von wenigen Ausnahmefällen abgesehen - keine Schmerzen und kann die vom Glaukom verursachten Ausfälle im Gesichtsfeld erst dann erkennen, wenn schon ein großer Teil des Sehnervs unwiederbringlich zerstört ist. Eine Früherkennungsuntersuchung beim Augenarzt ist die einzige Möglichkeit, die Krankheit schon in einem frühen Stadium aufzuspüren und dann erfolgreich zu behandeln.

Unnötige Erblindungen verhindern

Weltweit ist das Glaukom die zweithäufigste Erblindungsursache; in Deutschland ist es der zweithäufigste Grund für den Bezug von Blindengeld. Um unnötige Erblindungen zu verhindern, raten Augenärzte ihren Patienten zur Früherkennung. Die gesetzliche Krankenversicherung trägt die Kosten für die Früherkennung jedoch bisher nicht, deshalb dürfen Augenärzte diese Leistung nur als Individuelle Gesundheitsleistung (kurz: IGeL) anbieten.

Wem empfehlen Augenärzte eine Glaukom-Früherkennung?

  • Menschen, deren direkte Verwandte - Eltern, Geschwister - am Glaukom leiden
  • stärker kurzsichtigen Menschen
  • allen Menschen von 40 bis 64 Jahren alle drei Jahre
  • allen Menschen ab 65 Jahren alle ein bis zwei Jahre

Was gehört zur Glaukom-Früherkennung?

  • Der Augenarzt betrachtet durch sein Spezialmikroskop den Sehnervenkopf (die Stelle, an der der Sehnerv das Auge verlässt), um Auffälligkeiten festzustellen. Er kann ein Foto anfertigen, um bei späteren Untersuchungen vergleichen zu können.
  • Mit der Messung des Augeninnendrucks wird ein wichtiger Risikofaktor für das Glaukom überprüft.
  • Gibt es Hinweise auf das Vorliegen eines Glaukoms, stehen weitere Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung: Mit der Gesichtsfeldmessung (Perimetrie) wird untersucht, ob bereits blinde Flecken im Gesichtsfeld entstanden sind.
  • Sinnvoll ist zudem die Messung der Hornhautdicke, die ebenfalls einen Risikofaktor darstellen kann.
  • High-Tech-Diagnostik wie die Retinatomographie zur dreidimensionalen Vermessung des Sehnervenkopfes, die Messung der Nervenfaserschichtdicke oder die optische Kohärenztomographie sind vor allem wertvoll für die Verlaufsbeobachtung, um den Erfolg einer Glaukombehandlung zu kontrollieren.

Wie wird das Glaukom behandelt?

In den meisten Fällen genügt die Behandlung mit Augentropfen, die den Augeninnendruck senken und so den Sehnerv entlasten. Reicht diese Therapie nicht aus, um das Fortschreiten des Glaukoms zu stoppen, besteht die Möglichkeit einer Laserbehandlung oder einer Operation.

Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e. V. (BVA)

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Zuletzt geändert am 28.12.2013 12:36