Forscherverbund MODIAMD entwickelt neue Diagnoseverfahren zur AMD-Früherkennung

Der Forschungsverbund MODIAMD (Molekulare Diagnostik der AMD) versammelt deutsche Wissenschaftler und Unternehmen, die gemeinsam an bildgebenden Verfahren zur Früherkennung der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) arbeiten.

Die Möglichkeiten, frühe Erkrankungsprozesse rechtzeitig zu erkennen und gezielt zu bekämpfen, sind bisher noch sehr begrenzt. Der Forschungsverbund "MODIAMD" will bald bessere Handlungsmöglichkeiten gegen die AMD schaffen. Die beteiligten Ärzte, Naturwissenschaftler und Technologen erforschen in den kommenden drei Jahren eine verbesserte Diagnostik, die die molekularen Veränderungen der Netzhaut als Anzeichen einer trockenen AMD erkennen soll. Weiterhin soll sie eine Frühdiagnostik für den Übergang der trockenen zur feuchten AMD sowie die Grundlagen einer molekularen Bildgebung für eine patientenspezifische Therapie ermöglichen.

Die Projektpartner aus Jena, Bonn und Berlin (Universitäts-Augenklinik Bonn, Freie Universität Berlin, Charité Berlin, Carl Zeiss Meditec Jena und mivenion Berlin) setzen dabei auf zwei Verfahren: sie erforschen Systeme für eine funktionelle Bildgebung, die über den Stand der Technik beim Netzhaut- und Makula-Imaging weit hinausgehen soll, sowie neue molekulare Sonden, die eine bildgebende Diagnostik des Überganges von der trockenen zur feuchten AMD ermöglichen sollen. Dies soll ein frühzeitiges therapeutisches Eingreifen ermöglichen, bevor irreversible Schäden auftreten.

Die entstehende Systemlösung koppelt technisch ein neues diagnostisches Gerät mit einer molekularen Sonde und in der Anwendung die Diagnostik mit der Therapie. Die Lösung soll bereits im Projektverlauf im klinischen Umfeld erprobt werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Verbundprojekt mit 3,1 Millionen Euro, die Verbundpartner investieren weitere 2,1 Millionen Euro.

Quellen: Forschungsschwerpunkt Biophotonik; analytik.de

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Zuletzt geändert am 31.12.2013 15:33