Knochenmark-Stammzellen besitzen nach Erkenntnissen amerikanischer Forscher das Potenzial zerstörtes RPE zu regenerieren.

Diese Schlagzeile und den nachfolgenden Artikel haben wir am 22.05.2009 den Ophthalmologischen Nachrichten Online entnommen:

Forscher der Universität von Louisville (Kentucky) haben herausgefunden, dass aus Knochenmark entnommene Stammzellen zerstörtes retinales Gewebe wiederherstellen können.

Die Forschungsergebnisse, so die Universität, hätten die Wissenschaft einen Schritt vorangebracht, jenen Menschen zu helfen, die aufgrund einer AMD oder erblicher Netzhautdegenerationen an massivem Visusverlust oder gar Blindheit litten.


Die Experimente hätten gezeigt, dass die aus Knochenmark gewonnenen Stammzellen in das zerstörte retinale Pigmentepithel (RPE) integriert worden seien und die Fähigkeit besessen hätten, sich zu differenzieren oder sich von weniger spezialisierten Zellen in RPE-Bestandteile umzuwandeln.

Nach diesen ersten Erfolgen seien nun weitere Forschungen erforderlich, um das Potenzial zur Reparatur von zerstörtem RPE zu optimieren, heißt es.


Weitere Experimente seien in Kooperation mit der University of Missouri an Schweinen geplant. Als möglicherweise entscheidend für den Erfolg dieses Therapieansatzes könnte die Kombination mit aktuellen Tissue-Engineering-Techniken sein.

Quelle:
php.louisville.edu Arch Ophthalmol. 2009;127(4):563-571
archopht.ama-assn.org/cgi/content/short/127/4/563.

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Zuletzt geändert am 27.06.2014 12:14