Neue lokale Strahlentherapie bei feuchter AMD

Ein neues System zur Behandlung einer feuchten AMD soll in Kürze verfügbar sein und zunächst bei Patienten angewendet werden, die auf VEGF-Hemmer nicht ausreichend ansprechen.

Es nennt sich "epiretinale Brachytherapie" (epiretinal = auf, über der Netzhaut; Brachytherapie = eine Form von Strahlentherapie, bei der eine Strahlenquelle innerhalb oder in unmittelbarer Nähe des zu bestrahlenden Gebietes im Körper des Patienten platziert wird).

Anlässlich des 22. DOC-Kongresses in Nürnberg stellten die Referenten diese Therapieform in Aussicht, bei der der Visus von AMD-Patienten stabilisiert werden soll, ohne das Auge (und das Gesundheitssystem) durch mehrere Anti-VEGF-Spritzen zu belasten.

Nach vorliegenden Studienergebnissen, so heißt es, benötigten etwa 70 Prozent der so behandelten AMD-Patienten (Entfernung von Teil des Glaskörpers, Einführung einer Bestrahlungskanüle in den Bulbus und 4-minütige Bestrahlung der Läsion) , über den Beobachtungszeitraum von 18 Monaten keine weitere Behandlung, um die AMD zu stoppen. Die Reichweite der Strahlen betrage nur wenige Millimeter. Nebenwirkungen durch die lokale Bestrahlung seien daher nicht zu erwarten, betont das Unternehmen. Nicht nur die langfristig reduzierte Anzahl der intravitrealen Injektionen sei von Vorteil für den Patienten, sondern auch die Minimierung des systemischen Risikos der VEGF-Hemmer für das Herz-Kreislaufsystem der AMD-Patienten.

Quelle: Ophthalmologische Nachrichten online

Zum Newsletter-Archiv

Hier können Sie sich für den Newsletter an- oder abmelden.

Zuletzt geändert am 28.12.2014 19:02