RP- und MD-Forschungspreise der PRO RETINA überreicht

 

Im Rahmen der 107. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Leipzig wurden erneut der Makula- und der Retinitis pigmentosa-Forschungspreis der PRO RETINA-Stiftung zur Verhütung von Blindheit übergeben.

Der MD-Forschungspreis zuerkannt wurde Herrn Dipl. Biol. Dr. Lars Fritsche (Institut für Humangenetik der Universität Regensburg) für zwei Veröffentlichungen, die einen Meilenstein hinsichtlich des Verständnisses der genetischen Faktoren der komplexen, durch viele Einflüsse bedingten AMD darstellen. Zum einen konnte durch die Identifikation einer neuen Genvariante ein weiterer interessanter Kandidat bei der Charakterisierung eines bestimmten genetischen Risikobereiches für AMD bestimmt werden. Zum anderen gelang die Identifikation weiterer, bislang unbekannter Effekte auf das AMD-Risiko.

Den RP-Forschungspreis (den die PRO RETINA-Stiftung zusammen mit Retina Suisse finanziert) erhielt Frau Dr. sc. nat. Marijana Samardzija (Labor für Zellbiologie der Netzhaut an der Universität Zürich) für drei Publikationen über sehr wichtige Erkenntnisse zu den molekularen Abläufen, die in einer degenerativen Netzhaut ausgelöst werden. Zum einen legte eine ihrer Arbeiten die Grundlagen für eine systematische Untersuchung von Glykoproteinen und deren Einfluss auf gestresste Netzhautzellen. Das besondere Interesse der Preisträgerin aber gilt der Erforschung des Einflußes des RPE65-Proteins auf die Netzhaut.

Die Newsletter-Redaktion gratuliert beiden Preisträgern ganz herzlich zu ihrer Ehrung, verbunden mit der Hoffnung, dass beide weiterhin in der Netzhautforschung tätig sein werden.

In der nächsten Ausgabe (114) der Vereinszeitschrift Retina aktuell erscheint ein ausführlicherer Bericht zu diesem Thema.

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Zuletzt geändert am 28.12.2014 19:12