Docosahexaensäure (DHA) verzögert erbliche Netzhautdegeneration im Tiermodell

Zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuell im Journal of Neurochemistry veröffentlichte Studie um Priv.-Doz. Dr. Thomas Langmann vom Institut für Humangenetik in Regensburg, die thematisch auch zur gestrigen Ausgabe von PRO RETINA News passt.

Im Mausmodell der X-gebundenen Juvenilen Retinoschisis wurde die sonst stark ausgeprägte Photorezeptordegeneration junger Tiere durch Nahrungssupplementation mit zwei Prozent DHA fast vollständig verhindert.

Die Forscher gehen davon aus, dass DHA neben der direkten neuroprotektiven Funktion eine bisher kaum bekannte immun-modulatorische Wirkung hat. So scheint DHA Mikrogliazellen in der Netzhaut so umzuprogrammieren, dass weniger Neurotoxine gebildet werden.

Unter anderem produzierten retinale Mikroglia von DHA-gefütterten Mäusen wesentlich weniger entzündungsförderne und pro-apoptotische Prostaglandine.

Unveröffentlichte Daten der Arbeitsgruppe von weiteren Tiermodellen erblicher Netzhautdegeneration weisen auf einen generellen Mechanismus der neuro-immunologischen Wirkung von DHA hin.

Die Übertragung dieser Befunde auf den Menschen wird intensiv beforscht.

(Quelle und Informationen: http://www-huge.uni-regensburg.de/Forschung/AG_Langmann/AG_Langmann_Publ...)

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Zuletzt geändert am 28.12.2014 19:15