Usher-Syndrom

Forschungsförderung der PRO RETINA Deutschland e. V.

Wir fördern die Forschung. Wir bringen die Interessen der Patienten in die Forschung ein und die Ergebnisse der Forschung den Patienten nahe.

Unsere Selbsthilfevereinigung PRO RETINA hat sich zum Ziel gesetzt die Erforschung von Netzhautdegenerationen und den Syndromen zu fördern und so einer Therapie zugänglich zu machen. Daher unterstützen wir die Forschung durch die "PRO RETINA Stiftung zur Verhütung von Blindheit" mit:

  • Stiftungsprofessuren
  • Promotions-Stipendien fördern wir den wissenschaftlichen Nachwuchs
  • Forschungspreisen die wir jährlich vergeben
  • Jährlich stattfindenden Forschungskolloquiums für Nachwuchsforscher
  • Reisekostenzuschüssen für junge Nachwuchsforscher zur Teilnahme an internationalen Kongressen

Die "PRO RETINA Stiftung zur Verhütung von Blindheit" organisiert regelmäßig nationale und internationale Forschungskongresse und vernetzt die an der Netzhautforschung beteiligten Fachgebiete.

Retinitis-Pigmentosa-Forschungspreis 2012

Der Retinitis-Pigmentosa-Forschungspreis 2012 für hervorragende Publikationen auf dem Gebiet der RP-Forschung wurde Frau Dr. phil. nat. Kerstin Nagel-Wolfrum auf der Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Berlin verliehen. In ihren Arbeiten beschäftigte sich Frau Dr. Nagel-Wolfrum mit neuen Wegen für die Erkennung und Behandlung des Usher-Syndroms, der häufigsten Form erblich bedingter, kombinierter Taub-Blindheit.

Frau Dr. Nagel-Wolfrum und ihr Team haben mithilfe einer speziellen, klinisch bereits erprobten Gruppe von Antibiotika (Aminoglycosid) einen ganz neuen Weg für die Behandlung bestimmter Formen des Usher-Syndroms aufgezeigt.

Parallel hierzu untersuchte Frau Dr. Nagel-Wolfrum mit ihrem Team das therapeutische Potential eines weiteren Wirkstoffs (PTC124) zur Gentherapie. Dies könnte auch Chancen für andere Netzhautdystrophien eröffnen.

Frau Dr. Nagel-Wolfrum ist Diplombiologin. Seit Oktober 2010 ist sie Gruppenleiterin des Usher-Therapie-Teams im Institut für Zoologie der Universität Mainz.

Zuletzt geändert am 24.03.2014 10:37