Retinitis pigmentosa (RP)

Grauer Star und Retinitis pigmentosa

Bei etwa der Hälfte aller RP-Patienten entwickelt sich im Erwachsenenalter eine Linsentrübung, ein sog. grauer Star oder griechisch ein Katarakt. Der fortschreitende Sehverlust wird bei diesen Patienten also durch zwei konkurrierende Ursachen, die fortschreitende Netzhautdegeneration und die gleichzeitige Entwicklung der Linsentrübung hervorgerufen. Beide Störungen kommen als Ursache wichtiger Symptome, nämlich des Verlusts der Sehschärfe, der Blendungsempfindlichkeit und des gestörten Kontrast- und Farbsehens, in Betracht.

Die rechtzeitige operative Beseitigung des grauen Stars - Ersatz der natürlichen durch eine künstliche Linse - kann für den RP-Patienten eine wichtige Hilfe sein. Mehr als 80 Prozent aller vom grauen Star befreiten RP-Patienten erleben nach der Operation subjektiv und objektiv eine Verbesserung ihres Sehvermögens, auch wenn ihre Aussagen über die Art und Dauer der Besserung unterschiedlich sind. Obwohl eine Besserung des wichtigsten RP-Symptoms, des eingeschränkten Gesichtsfeldes, durch die Staroperation natürlich nicht erreicht werden kann, so ist doch in den meisten Fällen eine Verbesserung der Sehschärfe möglich.

Lesen Sie auch die folgenden Kapitel der Krankheitsbeschreibung zu Retinitis pigmentosa:

Einleitung

  1. Merkmale und Verlauf der Retinitis pigmentosa
  2. Syndrome, Sonderformen der Retinitis pigmentosa und andere Netzhautdegenerationen
  3. Grauer Star und Retinitis pigmentosa (diese Seite)
  4. Vererbung
  5. Forschung und Therapie

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Zuletzt geändert am 06.01.2012 15:20