Retinitis pigmentosa (RP)

Klinische Forschung - Klinische Studien

Augenärzte und Augenkliniken sind nicht nur erste Ansprechpartner für alle Betroffenen mit Netzhautschäden, sondern sie begleiten und betreuen den Betroffenen über jahrelang währende Verlaufskontrollen bis hin zu möglichen rationalen Therapien. Neben einer ständigen Verbesserung der Verlaufskontrolle werden auch Patientendaten gesammelt und eine DNA-Bank der Grundlagenforschung zur Verfügung gestellt. Sobald die Grundlagenforschung plausible Ergebnisse für eine Therapie zur Verfügung stellt, d.h. der Beweis eines prinzipiell möglichen Therapieansatzes (proof of principle) erbracht sein sollte, werden unter kontrollierten Bedingungen in einer oder mehreren Kliniken erste Studien an ausgewählten Patienten durchgeführt. Bevor Therapieansätze in ihrer Wirksamkeit am Menschen getestet werden können, müssen plausible Ergebnisse am Tiermodell erzielt worden und in Pilotstudien am Menschen die Sicherheit eines derartigen Therapieansatzes gewährleistet sein. Der Weg von der Grundlagenforschung bis zu einem zugelassenen Medikament oder Medizinprodukt erfordert also zahlreiche Zwischenprüfungen bis es zu einem sicheren und effektiven Einsatz am Menschen kommt.

Inzwischen werden erste klinische Studien mit Wachstumsfaktoren, Ribozymen und transplantiertem Gewebe geplant und durchgeführt. Klinische Studien zur Gentherapie und mit Sehprothesen sind in Vorbereitung. Die PRO RETINA Deutschland e. V. wird laufend in Retina aktuell über alle relevanten Forschungsergebnisse berichten und zu gegebener Zeit auch zur Beteiligung an klinischen Studien aufrufen.

Lesen Sie auch die folgenden Kapitel der Krankheitsbeschreibung zu Retinitis pigmentosa:

Einleitung

  1. Merkmale und Verlauf der Retinitis pigmentosa
  2. Syndrome, Sonderformen der Retinitis pigmentosa und andere Netzhautdegenerationen
  3. Grauer Star und Retinitis pigmentosa
  4. Vererbung
  5. Forschung und Therapie

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Zuletzt geändert am 04.01.2012 01:01