Makuläre Teleangiektasien (Mac Tel)

MacTel-Studie (Makuläre Teleangiektasien-Studie)

Verlaufsbeobachtung bei Typ 2 Mac Tel

Der Zweck der MacTel Studie ist, die Ursachen und Therapieansätze für die Erkrankungen zu identifizieren.

Im Rahmen einer multizentrischen prospektiven Querschnitts- und Longitudinalstudie werden erstmals epidemiologische und klinische Daten von Patienten mit Typ 2 Mac Tel und deren Verwandten ersten Grades systematisch erfasst sowie genetische Untersuchungen durchgeführt. Die Analyse der so erstellten Datenbank wird helfen, den Spontanverlauf zu charakterisieren, eine familiäre Prädisposition aufzudecken, Risikofaktoren zu identifizieren und deren Einfluss auf den Krankheitsverlauf zu bestimmen. Langfristiges Ziel der Untersuchung ist es, pathogenetische Mechanismen aufzudecken, die wiederum Ausgangspunkt für die Entwicklung therapeutischer Verfahren sein sollen.

Pathogenetisch spielen Gefäßveränderungen sowie Veränderungen der retinalen Morphologie eine wichtige Rolle. Mit angiographischen Untersuchungen sowie mittels optischer Kohärenztomographie (OCT) und Fundus-Autofluoreszenz soll die Erkrankung und deren Verlauf qualitativ und quantitativ untersucht werden. Die molekulargenetische Untersuchung von Patienten und Familienmitgliedern soll Hinweise auf mögliche genetische Faktoren geben. Von der Studie wird ein besseres Verständnis der Erkrankung erwartet, so dass in Zukunft gezielte Therapieansätze möglich werden. Gesicherte Therapieformen für Patienten mit makulären Teleangiektasien existieren bislang noch nicht.

Zuletzt geändert am 05.02.2017 20:59