News zum Thema AMD und PRO RETINA Deutschland e. V.

  • 29.07.2015: Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat eine Patienteninformation zur altersabhängigen Makula Degeneration AMD ("Überblick" und "Mehr Wissen") veröffentlicht. Einige der von PRO RETINA in Absprache mit anderen Selbsthilfe-/ Patientenorganisationen (DBSV) federführend eingebrachten Anregungen wurden dabei nach erster orientierender Durchsicht übernommen. Die PRO RETINA hat sich inhaltlich an der Erstellung beteiligt, die Sie unter Patienteninformation AMD finden können.

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Autofahren mit AMD

Das AMD-Netz hat nachfolgende Informationen zu der Frage, ob AMD-Patienten ein Auto fahren dürfen zusammengestellt. Dazu wird zunächst ein kurzer Überblick über die für AMD-Betroffene relevante Gesetzeslage zum Führerschein gegeben.

Relevante Gesetzeslage für AMD-Patienten

Die Gesetzeslage in Deutschland ist in der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) formuliert. Menschen, die unter einer altersabhängigen Makuladegeneration leiden, sind in der Regel bereits in Besitz eines Führerscheins. Daher gelten für sie andere Regelungen als für Neubewerber.

Für Menschen, die ihre Fahrerlaubnis bereits erworben haben und die aufgrund einer Augenerkrankung wie der altersabhängigen Makuladegeneration unter einer neu aufgetretenen Seheinschränkung leiden, bleibt die Verordnung etwas unklar. Für diese Menschen sind § 46 der Fahrerlaubnisverordnung sowie die Anlagen 4 und 6 von Bedeutung.

§ 46 der Fahrerlaubnisverordnung regelt die Entziehung der Fahrerlaubnis und hat für AMD-Patienten die höchste Relevanz. Hier heißt es:

Erweist sich der Inhaber einer Fahrerlaubnis als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen, hat ihm die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis zu entziehen. Dies gilt insbesondere, wenn Erkrankungen oder Mängel nach den Anlagen 4, 5 oder 6 vorliegen […].

Darüber hinaus wird in den Vorbemerkungen zur Anlage 4 deutlich, dass es Erkrankungen und Mängel gibt, welche die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen beeinträchtigen oder aufheben können. Dazu zählen nach Anlage 6 auch Augenerkrankungen. Weiterhin wird festgehalten, dass ein ärztliches Gutachten die Grundlage der Beurteilung bildet, ob im Einzelfall Eignung oder bedingte Eignung vorliegt.

In Anlage 6 sind zudem die Anforderungen an das Sehvermögen festgelegt. In Hinblick auf AMD-Patienten ist insbesondere Punkt 1.5 hervorzuheben. Hier heißt es: "Besteht eine fortschreitende Augenkrankheit, ist eine regelmäßige augenärztliche Untersuchung und Beratung erforderlich."

An diesen Auszügen der Fahrerlaubnisverordnung ist zu erkennen, dass die Fahrerlaubnisbehörde einer Person den Führerschein entziehen kann, wenn Bedenken über die Fahreignung dieser Person bestehen. Allerdings wird die Fahrerlaubnisbehörde nicht von sich aus tätig, sondern schaltet sich nur bei schriftlich eingereichten Tatsachenberichten ein. Darüber hinaus benötigt sie ein Überprüfungsgutachten vom Augenarzt. Je nach Schweregrad der Sehbeeinträchtigung gibt es unterschiedliche Konsequenzen.

Dürfen AMD-Patienten ein Auto fahren?

In der Fahrerlaubnisverordnung steht nicht direkt, dass Menschen, die an der altersabhängigen Makuladegeneration leiden, nicht mehr ein Auto fahren dürfen. Allerdings sollten sie einen Augenarzt zu Rate ziehen, wenn ihre Sehfähigkeit nachlässt. Der Augenarzt kann dann beurteilen, ob die betroffene Person noch in der Lage ist, ein Fahrzeug zu führen oder nicht. Ob ein AMD-Patient im Einzelnen noch ein Fahrzeug führen darf, kann nur individuell im Rahmen einer augenärztlichen gutachterlichen Untersuchung bestimmt werden.

Es liegt also zu einem großen Teil in der Eigenverantwortung der Betroffenen, wann sie das Autofahren aufgeben sollten.

Quelle: AMD-Netz

Zuletzt geändert am 04.09.2016 16:18