Altersabhängige Makuladegeneration

Der nachfolgende Text stammt aus der Informationsschrift Altersabhängige Makuladegeneration - Was ist das?, Nr. 13, 03-2008, herausgegeben von der PRO RETINA Deutschland e. V.:

Wie kann AMD diagnostiziert werden?

Die fortschrittliche Augenmedizin macht eine Erkennung des Krankheitsbildes sehr früh möglich. Augenärzte führen den Gitterlinientest durch. Dabei wird unter anderem ein Rechenblattmuster genutzt, das sogenannte Amsler-Netz. Es wird vom Betroffenen mit verzerrten und unterbrochenen Linien gesehen. Diese Problemzonen lassen sich gut auf der Karte eintragen und dokumentieren den Verlauf der Krankheit.

Genauer kann der Arzt durch eine mikroskopische Untersuchung der Netzhaut Veränderungen erkennen.

Bei Verdacht auf eine feuchte Form hilft die Fluoreszenzangiographie bei der Diagnosestellung. Hierbei wird ein Farbstoff in eine Armvene gespritzt. Dieser verteilt sich über das Blut bis in das Auge und macht einzelne Blutgefäße und undichte Gefäße oder Gefäßneubildungen sichtbar, die genau lokalisiert und deren Ausdehnung exakt bestimmt werden kann. Eine Verdickung der Netzhaut und das Ausmaß von Flüssigkeit unter und in der Netzhaut lässt sich sehr genau mit der optischen Kohärenztomografie (OCT) bestimmen und im Verlauf kontrollieren. Bei der trockenen Form ist die Fundusautofluoreszenz sehr gut geeignet. Diese Methoden ermöglichen eine konkrete Einschätzung über das Ausmaß der Krankheit als Grundlage für die Auswahl der geeigneten Behandlung. Die Kosten für diese Leistungen werden allerdings in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen, sondern müssen als sogenannte "Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL)" selbst bezahlt werden. Zum Seitenanfang

Amsler Gitter

Machen Sie den Test!
Das Amsler Gitter ist ein kariertes Feld mit einem kleinen Punkt in der Mitte Um Ihr Sehen selbst zu überprüfen, halten Sie die Abbildung in bequemer Lesedistanz. Falls Sie eine Lesebrille oder Kontaktlinsen benutzen, tragen Sie diese auch bei dem Test. Decken Sie ein Auge ab und konzentrieren Sie sich mit dem anderen Auge auf den Punkt in der Mitte. Sehen Sie die Linien wellenförmig, verschwommen oder verzerrt, dann könnte dies ein Hinweis auf eine krankhafte Veränderung sein und Sie sollten unbedingt innerhalb weniger Tage Ihren Augenarzt konsultieren. Dieser Test ist kein Ersatz für den Besuch Ihres Augenarztes, vielmehr kann er einen ersten Hinweis auf eine Verschlechterung des Sehens bieten. Zum Seitenanfang

Sind Makula-Erkrankungen immer eine AMD?

Die frühzeitige und regelmäßige Untersuchung beim Augenarzt ist wichtig, da es außer der AMD auch andere Erkrankungen der Makula gibt, die sich insbesondere im Frühstadium gut behandeln lassen. Dazu gehören unter anderem das Makulaforamen (eine Lochbildung an der Stelle des schärfsten Sehens), der "Macular pucker" oder auch "epiretinale Gliose" genannt (die Bildung eines feinen Häutchens auf der Netzhautoberfläche mit Netzhautverziehung), oder das diabetische Makulaödem (Schwellung der Netzhautmitte bei Zuckerkrankheit - Diabetes mellitus). Diese Erkrankungen können ähnliche Sehstörungen wie die AMD bewirken. Eine sichere Diagnose ist nur durch die Untersuchung des Augenhintergrundes durch den Augenarzt möglich. Zum Seitenanfang

Lesen Sie auch die folgenden Kapitel der Informationsschrift Altersabhängige Makuladegeneration - Was ist das?:

Zuletzt geändert am 16.11.2016 18:27