Glossar

Das nachstehende Glossar für augenärztliche und genetische Fachausdrücke wurde von Prof. Ulrich Kellner bereitgestellt und im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung geförderten Projekts "SND-Netz in Aktion", Charité Augenklinik Berlin, entwickelt.

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Buchstabe: K

Kammerwasser

Flüssigkeit, die stets im Augeninneren produziert wird, um den Augeninndruck zu stabilisieren

Kammerwinkel

Winkel zwischen Hornhautrückfläche und Regenbogenhaut. Bei einem engen Kammerwinkel ist das Risiko für einen akuten Glaukomanfall erhöht.

Kantenfilter

Spezielle Filtergläser, die aus dem sichtbaren Licht einen scharf begrenzten Bereich herausfiltern. Kantenfilter können bei Netzhautdystrophien (Retinitis pigmentosa, Makuladystrophien, ..) das Kontrastsehen verbessern.

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Kapsulotomie

Eröffnen einer KapselBei einer Kataraktoperation wird die vordere Kapsel der Linse geöffnet, bevor die getrübte Linse entfernt und eine Kunstlinse eingesetzt wird. Im Verlauf kann sich eine Trübung der hinteren Kapsel bilden (Nachstar). Dieser kann mit einer NdYAG-Laser-Kapsulotomie behandelt werden.

Katarakt

Linsentrübung, "Grauer Star", lat. cataractaLinsentrübungen treten bei jedem Menschen mit zunehmendem Alter auf. Eine Behandlung ist nur durch eine Operation möglich (Kataraktoperation). In jüngerem Alter treten Linsentrübungen bei Verletzungen, Entzündungen oder in Zusammenhang von Netzhautdystrophien auf (z.B. Retinitis pigmentosa, Atrophia gyrata).

Katarakt-Operation

Operation einer Katarakt (Linsentrübung), Kataraktoperation. Dabei wird heute in der Regel die eigene Linse bis auf den äußeren Kapselsack durch Phakoemulsifikation entfernt und zum Ausgleich eine Intraokularlinse in den erhaltenen Kapselsack der ursprünglichen körpereigenen Linse eingeplanzt.

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Kataraktoperation

Operation einer Katarakt (Linsentrübung), Katarakt-Operation. Dabei wird heute in der Regel die eigene Linse bis auf den äußeren Kapselsack durch Phakoemulsifikation entfernt und zum Ausgleich eine Intraokularlinse in den erhaltenen Kapselsack der ursprünglichen körpereigenen Linse eingeplanzt.

KCNV2

Kearns-Sayre-Syndrom

Abkürzung: KSS, Form der mitochondrialen MyopathienSeltene, aufgrund mitochondrialer Mutationen auftretende Erkrankung verschiedener Organsystem (Herz, Auge, Ohr, Muskel) mit sehr variabler Ausprägung. Am Auge können eine Lähmung der Augenbeweglichkeit sowie eine Netzhautdystrophie auftreten. Detaillierte Informationen unter:

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Keimbahn

allgemeine Bezeichnung für die in der frühen Embryonalentwicklung entstehenden Zellschichten Ektoderm, Entoderm und Mesoderm (Keimblätter), aus denen sich sämtliche in der weiteren Entwicklung des Embryos entstehenden Strukturen ableiten.

Keimblätter

Bezeichnung für die in der frühen Embryonalentwicklung entstehenden drei Zellschichten Ektoderm, Entoderm und Mesoderm, aus denen sich sämtliche in der weiteren Entwicklung des Embryos entstehenden Strukturen ableiten.

Keimzelle

Geschlechtszelle eines Organismus, z.B. Eizelle, Spermazelle

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Keratokonus

Fehlbildung der HornhautEs kommt zu einer übermäßigen, teils exzentrischen Vorwölbung der Hornhaut. Diese kann in geringerer Ausprägung mit Kontaktlinsen versorgt werden. In weiter fortgeschrittenen Fällen ist eine Hornhautübertragung (Keratoplastik) erforderlich.

Keratoplastik

Hornhautübertragung, KPOperatives Verfahren der Transplantation einer Hornhaut vom Auge eines Verstorbenen auf ein Auge mit einer defekten Hornhaut aufgrund von vererbten Erkrankungen (Hornhautdystrophie, Keratokonus), Entzündungen (Herpes) oder Verletzungen.

klassisch

Begriff zur Beschreibung einer eindeutig abgrenzbaren choroidalen Neovaskularisationen im Fluorescein-Angiogramm, wichtig für Therapieentscheidungen (siehe auch: okkult, minimal klassich)

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Klinisch signifikantes Makulaödem

CSMÖFlüssigkeitsansammlung in der Makula bei diabetischer Retinopathie, die bestimmten definierten Kriterien entspricht und behandlungsbedürftig ist.

Klonen

Komplettes Kopieren von irgendeiner Bio-Einheit (Zellen oder ganze Organismen). Auch identische Mehrlinge werden als Klone bezeichnet. Sie sind genotypisch gleich.

Klonierung

Erzeugen von Zellen, die gentechnisch verändertes Erbgut enthalten.

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Knochenkörperchen

typische Form von Pigmentablagerungen in der Netzhaut, die bei Retinitis pigmentosa und anderen Netzhautdystrophien auftreten kann

Kolobom

Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich der Iris (Iriskolobom), der Linse (Linsenkolobom), der Aderhaut (Aderhautkolobom) und/oder des Sehnervenkopfes (Papillenkolobom). Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung. Manchmal werden operativ oder verletzungsbedingte Defekte der Iris auch als Kolobom bezeichnet.

Konduktorin

Überträgerin einer Genmutation, die selbst nicht erkranktin der Regel bei x-chromosomaler Vererbung, bei der Frauen typischerweise nicht erkranken, aber deren Väter und Söhne erkrankt sein können. Aber auch bei anderen Vererbungsformen kann es nicht erkrankte Träger einer Genmutation geben.

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Kongenital

angeboren

kongenitale Retinoschisis

siehe: x-chromosomale Retinoschisis

Kongenitale stationäre Nachtblindheit

Abkürzung: CSNBAngeborene, nicht fortschreitende Störung des Sehens im Dunkeln. Es gibt verschiedene genetische Ursachen. Häufig ist eine Myopie, typisch in vielen Fällen ein negatives ERG. Seltene Sonderformen sind der M. Oguchi und der Fundus albipunctatus. Detaillierte Informationen unter:

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Kongenitales Glaukom

Angeborenes Glaukom

Konjunktiva

Bindehaut, ConjunctivaDurchsichtige Haut des Auges, die außer im Bereich der Hornhaut ddie Augenoberfläche bildet und auch die Innenseiten der Lider auskleidet

Konjunktivitis

auch: ConjunctivitisEntzündung der Bindehaut des Auges

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Konsensuelle Pupillenreaktion

Kornea

Hornhaut (auch: Cornea):Die Hornhaut hat wesentlichen Anteil an der Brechkraft des Auges. Sie geht am Rand in die Lederhaut (Sklera) über.

KP

Keratoplastik, Hornhautübertragung Operatives Verfahren der Transplantation einer Hornhaut vom Auge eines Verstorbenen auf ein Auge mit einer defekten Hornhaut aufgrund von vererbten Erkrankungen (Hornhautdystrophie, Keratokonus), Entzündungen (Herpes) oder Verletzungen.

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Kreuzungszeichen

Verengung der Vene bei der Kreuzung von einer Netzhautarterie und einer Netzhautvene

Kryo

kurz für: Kryokoagulation, Cryokoagulation, auch: CryoKältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden.

Kryokoagulation

auch: Cryokoagulation, kurz: Cryo, KryoKältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden.

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Kunstlinse

Intraokularlinse, IOL, Hinterkammerlinse, HKLLinse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars (Katarakt) in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung.

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Zuletzt geändert am 08.01.2016 05:14