Glossar

Das nachstehende Glossar für augenärztliche und genetische Fachausdrücke wurde von Prof. Ulrich Kellner bereitgestellt und im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung geförderten Projekts "SND-Netz in Aktion", Charité Augenklinik Berlin, entwickelt.

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Buchstabe: H

H25.0

ICD10 Code für eine Katarakt

H33.0

ICD10 Code für eine Netzhautablösung(International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO))

H35.3

ICD10 Code für verschiedene erworbene Makulaerkrankungen wie die altersabhängige Makuladegeneration, Macular pucker, u.a.(International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO))

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H35.5

ICD10 Code für vererbbare Netzhautdystrophien(International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO))

H36.0

ICD10 Code für diabetische Netzhauterkrankungen(International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO))

HA

HAAAbkürzung für: Hinterer Augenabschnitt: Glaskörper, Netzhaut, Aderhaut

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HAA

HAAbkürzung für: Hinterer Augenabschnitt: Glaskörper, Netzhaut, Aderhaut

Hämangiom

Gefäßtumor, in der Regel gutartig

Hämorrhagie

Blutung

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Hagelkorn

Hamartom

tumorartige Gewebsbildung, die bereits während der vorgeburtlichen Entwicklungsphase im Embryo-Stadium angelegt wird. Meist gutartig, selten maligne Entartung.

HARP

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PANK2

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harte Drusen

Bezeichnung für kleine, in der Regel gut abgrenzbare Drusen

HbA1c-Wert

“Langzeitzuckerwert“Blutwert, der bei Diabetes mellitus Auskunft über die langfristige Qualität der Blutzuckereinstellung gibt

HBM

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LRP5

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Heidelberg Retina Tomograph

HRTGerät zur topographischen Untersuchung des Sehnervenkopfes (z.B. bei Glaukom) und der Netzhautoberfläche (z.B. bei Makulaödem)

Heildelberg Retina Angiograph

Helicoide peripapilläre chorioretinale Dystrophie

Atrophia areataExtrem seltene, autosomal vererbte Netzhaut-Aderhautdystrophie. Detaillierte Informationen unter:

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Helladaptation

Anpassung des Auges an eine helle Umgebung

Hellanstieg

Meßparameter beim EOG: beschreibt den Anstieg des Basispotentials des Auges nach Einschalten des Lichts

Hemeralopie

Nachtblindheit

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Hereditär

erblich

Hereditäre Netzhaut-Aderhautdystrophien

Oberbegriff für die vererbbaren Erkrankungen der Netzhaut und Aderhaut. Diese umfassen die Retinitis pigmentosa und ähnliche Erkrankungen, Zapfen-Stäbchendystrophien und Makuladystrophien sowie Syndrome, bei denen neben dem Auge auch andere Organe betroffen sind.

Hereditäre vitreoretinale Schneeflocken Degeneration

Extrem seltene, autosomal dominant vererbte Netzhautdystrophie mit einem hohen Risiko für eine Netzhautablösung. Detaillierte Informationen unter:

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HF1

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CFH

Hinterkammer

Raum zwischen Regenbogenhaut (Iris) und Linse. Über die Hinterkammer fließt das im Ziliarkörper gebildete Kammerwasser durch die Pupille in die Vorderkammer. In der Vorderkammer fließt es über den Kammerwinkel aus dem Auge.

Hinterkammerlinse

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Histoplasmose

Pilz, der nur in den USA vorkommt, und zu Veränderungen an der Netzhaut führen kann. Ähnliche, nicht durch Histoplasmose verursachte Veränderungen an der Netzhaut werden als "presumed ocular histoplasmosis syndrome" (POHS; = vermutetes okuläres Histoplasmose Syndrom) bezeichnet

HKL

Hohe Myopie

Kurzsichtigkeit mit einem Brechkraftfehler von mehr als 6 Dioptrien. Bei einer hohen Myopie ist das Risiko einer myopisch bedingten Makuladegeneration erhöht.

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Hordeolum

Horizontalzellen

Gruppe neuronale Zellen in der NetzhautDie Horizontalzellen integrieren die Information der Stäbchen und Zapfen über ein großes Netzhautareal und modulieren dadurch die Verarbeitung der Sheeindrücke, z.B. durch eine Veränderung der Empfindlichkeitseinstellung der einzelnen Photorezeptoren.

Hornhaut

Cornea (auch: Kornea):Die Hornhaut hat wesentlichen Anteil an der Brechkraft des Auges. Sie geht am Rand in die Lederhaut (Sklera) über.

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Hornhautdystrophie

anlagebedingte, auf genetischen Ursachen beruhende Erkrankung der Hornhaut. Es gibt eine Reihe verschiedener Hornhautdystrophien, die unterschiedliche Schichten der Hornhaut betreffen, verschiedene Verlaufsformen und verschiedene Erbgänge aufweisen können. Durch eine Trübung der Hornhaut führt die Hornhautdystrophie in der Regel zur Sehverschlechterung. Dystrophien in den äußeren Hornhautschichten können zu einer Hornhauterosio (einem Defekt der Honrhautoberfläche) führen, der schmerzhaft ist. Bei den meisten Hornhautdystrophien ist die Behandlung mit einer Hornhautübertragung (Keratoplastik) möglich.

Hornhautendothel

innere Schicht der Hornhaut als Abgrenzung zur Vorderkammer des Auges

Hornhautepithel

Äußere Schicht der Hornhaut, auf der der Tränenfilm aufliegt.

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Hornhauterosio

kurz auch: ErosioOberflächliche Verletzung der Hornhaut, z.B. durch Fingernagel oder Fremdkörper. Eine Hornhauterosio ist schmerzhaft, heilt jedoch in der Regel folgenlos ab.

Hornhautödem

Flüssigkeitseinlagerung in die Hornhaut

Hornhautübertragung

Keratoplastik, KPOperatives Verfahren der Transplantation einer Hornhaut vom Auge eines Verstorbenen auf ein Auge mit einer defekten Hornhaut aufgrund von vererbten Erkrankungen (Hornhautdystrophie, Keratokonus), Entzündungen (Herpes) oder Verletzungen.

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Hornhautverkrümmung

Fast keine Hornhaut ist in allen Richtung gleichmäßig gewölbt, bei unterschiedlicher Wölbung spricht man von Hornhautverkrümmung. Eine stärkere Hornhautverkrümmung kann zu verzerrtem Sehen (Stabsichtigkeit, Astigmatismus) führen, dass durch Brille oder Kontaktlinse ausgeglichen werden kann. Starker Astigmatismus kann durch Laseroperationen des Auges behandelt werden.

HPRP3

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF3

HRA

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HRA2

HRG4

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit UNC119

HRT

Heidelberg Retina TomographGerät zur topographischen Untersuchung des Sehnervenkopfes (z.B. bei Glaukom) und der Netzhautoberfläche (z.B. bei Makulaödem)

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HT2A

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TRIM32

Hufeisenforamen

Hufeisenloch; spezielle Form eines peripheren NetzhautforamensIn der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Bei einem Hufeisenforamen besteht eine Traktion auf die Netzhaut am Lochrand, das Risiko einer Netzhautablösung ist höher als bei einem Rundforamen.

Hufeisenloch

Hufeisenforamen; spezielle Form eines peripheren NetzhautforamensIn der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Bei einem Hufeisenforamen besteht eine Traktion auf die Netzhaut am Lochrand, das Risiko einer Netzhautablösung ist höher als bei einem Rundloch.

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Hydroxychloroquin-Retinopathie

Quensyl-Retinopathie (Quensyl ist ein Handelsname von Hydroxychloroquin)Bei langdauernder (1 Jahr oder länger) Einnahme des Medikaments Hydroxychloroquin kann es zu Nebenwirkungen an der Netzhaut kommen, die sich zuerst durch Lesestörungen bemerkbar machen. Allerdings ist Hydroxychloroquin weniger toxisch als Chloroquin. Wird das Medikament nicht abgesetzt, schreiten die Sehstörungen fort mit Verlust der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes. Deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Eine frühzeitige Erkennung einer Hydroxychloroquin-Retinopathie ist mit dem multifokalen ERG möglich.

Hyperopie

Weitsichtigkeit (Missverhältnis zwischen Augapfellänge und Brechkraft: zu kurzer Augapfel im Vergleich zu normaler Brechkraft oder zu geringe Brechkraft bei normal langem Augapfel; der Brennpunkt liegt hinter der Netzhaut: auf der Netzhaut entsteht ein unscharfes Bild)

Hyperornithinämie

Erhöhter Blutspiegel von Ornithin. Dieser tritt bei Netzhauterkrankungen bei der Atrophia gyrata auf.

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Hypertensive Retinopathie

Hypertonie

BluthochdruckEine nicht behandelte Hypertonie führt zu Gefäßschäden im ganzen Körper. Am Auge ist das Risiko für einen Zentralvenenverschluss, Makroaneurysmen und eine Verschlechterung einer diabetischen Retinopathie erhöht.

Hypertrophie

verstärktes Wachstum

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Hypoplasie

Anlagebedingte unzureichende Ausbildung eines Organs (z.B. des Auges, der Niere) oder eines Organbestandteils (z.B. der Makula).

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Zuletzt geändert am 08.01.2016 05:14