Glossar

Das nachstehende Glossar für augenärztliche und genetische Fachausdrücke wurde von Prof. Ulrich Kellner bereitgestellt und im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung geförderten Projekts "SND-Netz in Aktion", Charité Augenklinik Berlin, entwickelt.

Bitte wählen Sie einen Buchstaben aus:

Buchstabe: D

DD

DDP

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TIMM8A

DDP2

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TIMM8A

Zum Seitenanfang

Debilitas

Debilität, Schwachsinnigkeit

Decalin

Ein Perfluorcarbon (PFCL)Perfluorcabone (Decalin, Octan) sind Flüssigkeiten, die schwerer sind als Wasser. Sie können während einer Vitrektomie dazu benutzt werden, eine abgelöste Netzhaut wieder anzulegen. Sie werden zum Ende der Vitrektomie wieder entfernt.

Degeneration

Durch erworbene Krankheitsprozesse bedingter Abbau von Zellen, Organen oder Körperteilen, verbunden mit einer Funktions- und Leistungsminderung des betroffenen Organs. Die Begriffe Dystrophie und Degeneration werden manchmal gleichbedeutend und nicht entsprechend ihrer ursprünglichen Bedeutung verwendet.

Zum Seitenanfang

degenerativ

mit einer Degeneration zusammenhängend

Dehnungsherde

Veränderung bei myopisch bedingter Makuladegeneration, die einen scharf begrenzten Verlust des retinalen Pigmentepithels am hinteren Augenpol beschreibt.

Dehnungsveränderung

Dehnungsherde bei myopisch bedingter Makuladegeneration, die einen scharf begrenzten Verlust des retinalen Pigmentepithels am hinteren Augenpol beschreibt.

Zum Seitenanfang

Desoxyribonukleinsäure

DNS, sehr häufig wird die englische Abkürzung DNA verwendetBezeichnung für das Molekül, das die Erbinformation trägt. Die DNA besteht aus Bausteinen (Nukleotiden), die in zwei komplementär angeordneten Strängen über Wasserstoffbrücken miteinander verknüpft sind. Die beiden DNA-Stränge sind spiralförmig um die eigene Achse gewunden („Wendeltreppe“, Doppelhelix). Durch die Abfolge der DNA-Bausteine ist die Erbinformation festgelegt.

Deuteranomalie

GrünschwächeHerabgesetzte Empfindlichkeit im grünen (mittleren) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums

Deuteranopie

GrünblindheitVollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im grünen (mittleren) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums

Zum Seitenanfang

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft

DFN1

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TIMM8A

DFNA38

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit WFS1

Zum Seitenanfang

DFNB12

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CDH23

DFNB18

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH1C

DFNB2

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MYO7A

Zum Seitenanfang

DFNB23

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PCDH15

DFNB6

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH2B

DGII

Deutsche Gesellschaft für Intraokularlinsen ImplantationWissenschaftliche Fachgesellschaft für operierende Augenärzte

Zum Seitenanfang

DHRD

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit EFEMP1

Diabetes mellitus

“Zuckerkrankheit“Der Diabetes mellitus führt zu einer Veränderung der Blutgefäße. Einer der möglichen Spätschäden ist eine "Diabetische Retinopathie". Da diese zunächst ohne Symptome verläuft, sind regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen bei Diabetes mellitus erforderlich. Eine gute Einstellung der diabetischen Stoffwechsellage (kontrolliert mit dem HbA1c-Wert) und einer eventuell zusätzlich bestehenden Hypertonie vermindern das Risiko für eine diabetische Retinopathie erheblich.

diabetisch

mit einem Diabetes mellitus zusammenhängend

Zum Seitenanfang

Diabetische Retinopathie

Netzhauterkrankung aufgrund eines Diabetes mellitusDer Diabetes mellitus führt zu einer Veränderung der Blutgefäße. Dadurch entsteht eine Minderdurchblutung der Netzhaut (Ischämie). Diese kann zu Netzhautblutungen, Mikroaneurysmen, kleinen Gefäßverschlüssen (Cotton-wool-Herde) und Gefäßneubildungen (Proliferationen) führen. Eine frühzeitige Behandlung mit Laser kann das Auftreten von Komplikationen wie eine Glaskörperblutung, Traktionsablatio und ein Sekundärglaukom bei Rubeosis iridis (Gefäßneubildung auf der Regenbogenhaut) weitgehend verhindern. Unbehandelt kann eine diabetische Retinopathie zur Erblindung führen. Da die diabetische Retinopathie zunächst ohne Symptome verläuft, sind regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen bei Diabetes mellitus erforderlich. Eine gute Einstellung der diabetischen Stoffwechsellage (kontrolliert mit dem HbA1c-Wert) und einer eventuell zusätzlich bestehenden Hypertonie vermindern das Risiko für eine diabetische Retinopathie erheblich.

Diagnose

festgestellte Erkrankung eines Patientenz.B. Makuladegeneration, Hypertonie, Diabetes mellitus

Differentialdiagnose

Differenzialdiagnose, DifferentialdiagnostikAbwägen aufgrund der Untersuchungsbefunde eines Patienten zwischen verschiedenen möglichen Diagnosen

Zum Seitenanfang

Differentialdiagnostik

Differenzialdiagnose, DifferentialdiagnoseAbwägen aufgrund der Untersuchungsbefunde eines Patienten zwischen verschiedenen möglichen Diagnosen

Differenzialdiagnose

Differentialdiagnose, DifferentialdiagnostikAbwägen aufgrund der Untersuchungsbefunde eines Patienten zwischen verschiedenen möglichen Diagnosen

Differenzierung

Entwicklung einer Zelle zu einem spezifischen Zelltyp. Die Differenzierung von Stammzellen kann durch die Zugabe oder den Entzug bestimmter Wachstums- und Differenzierungsfaktoren eingeleitet werden.

Zum Seitenanfang

Diffuse Choriokapillariatrophie

Aderhautdystrophie, die vorwiegend im Bereich der Makula beginnt und nach peripher fortschreitet. Detaillierte Informationen unter:

digenisch

Dioptrie

Abkürzung: dptMaßeinheit für die Brechkraft einer Linse (1 dpt = die Brechkraft einer Linse mit einer Brennweite von 1 Meter)

Zum Seitenanfang

Diploid

Bezeichnung für einen Chromosomensatz, in dem jedes Chromosom zweifach vorhanden ist. Somatische Zellen weisen im Unterschied zu Keimzellen des Menschen einen diploiden Chromosomensatz auf.

Direkte Pupillenreaktion

Verengung der Pupille durch Beleuchtung des untersuchten Auges

Disziforme Narbe

Zum Seitenanfang

DMDF

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTTL1

DNA

Desoxy ribonucleinic acid, sehr häufig verwendete englische Abkürzung anstelle von deutsch: DNS (Desoxyribonukleinsäure)Bezeichnung für das Molekül, das die Erbinformation trägt. Die DNA besteht aus Bausteinen (Nukleotiden), die in zwei komplementär angeordneten Strängen über Wasserstoffbrücken miteinander verknüpft sind. Die beiden DNA-Stränge sind spiralförmig um die eigene Achse gewunden („Wendeltreppe“, Doppelhelix). Durch die Abfolge der DNA-Bausteine ist die Erbinformation festgelegt.

DNS

Desoxyribonukleinsäure, sehr häufig wird die englische Abkürzung DNA verwendetBezeichnung für das Molekül, das die Erbinformation trägt. Die DNA besteht aus Bausteinen (Nukleotiden), die in zwei komplementär angeordneten Strängen über Wasserstoffbrücken miteinander verknüpft sind. Die beiden DNA-Stränge sind spiralförmig um die eigene Achse gewunden („Wendeltreppe“, Doppelhelix). Durch die Abfolge der DNA-Bausteine ist die Erbinformation festgelegt.

Zum Seitenanfang

DOG

Dominante neovaskuläre inflammatorische Vitreoretinopathie

Sehr seltene, dominant vererbte Netzhaut-Glaskörpererkrankung. Detaillierte Informationen unter:

Dominante zystoide Makuladystrophie

Sehr seltene Form einer Makuladystrophie mit Ausbildung zystoider Veränderungen. Detaillierte Informationen unter:

Zum Seitenanfang

Doyne'sche Honeycomb Drusen

Familiäre Drusen, Malattia leventineseAutosomal dominante Makuladystrophie mit Drusen oft in radiärer Anordnung. Alle Patienten haben eine spezifische Mutation im EFEMP1-Gen. Detaillierte Informationen unter:

dpt

Dioptrie:Maßeinheit für die Brechkraft einer Linse (1 dpt = die Brechkraft einer Linse mit einer Brennweite von 1 Meter)

Drusen

Drusen bezeichnen am Auge Ablagerungen von Stoffwechselprodukten, die entweder im retinalen Pigmentepithel (z.B. bei altersabhängiger Makuladegeneration) oder in der Papille (Drusenpapille) auftreten können

Zum Seitenanfang

Drusenmakulopathie

Erkrankung der Makula mit Ansammlung von Drusen. Am häufigsten als frühes Stadium eienr altersabhängigen Makuladegeneration, es gibt aber auch andere angeborene Erkrankungen mit Drusenansammlung in der Makula.

Drusenpapille

Bei der Drusenpapille kommt es zu Ablagerungen von Stoffwechselprodukten im Sehnervenkopf. Ein autosomal dominanter Erbgang wird vermutet. Häufig sind die Drusen sehr gering ausgeprägt, so dass sie keine Beschwerden machen und nur zufällig bei einer Untersuchung des Augenhintergrundes auffallen. Sind die Drusen sehr stark ausgeprägt, kommt es zu einer Verdrängung von Sehnervenfasern und damit zu Gesichtsfeldausfällen. Eine gesicherte Behandlung der Drusen existiert nicht.

Drusinosis

Beschreibung für eine Ansammlung von Drusen

Zum Seitenanfang

Dunkeladaptation

Anpassung des Auges an eine dunkle Umgebung

Durchblutungsstörungen

Oberbegriff für Störungen der DurchblutungAn der Netzhaut können eindeutige direkte Störungen der Durchblutung (Arterienverschluss, Venenverschluss), aber auch indirekte Störungen der allgemeinen Durchblutung Krankheiten verursachen. Allerdings ist die Bedeutung der Durchblutung insbesondere bei den indirekten Störungen nicht immer gesichert.

Dystrophie

Durch anlagebedingte genetische Ursachen bedingter Abbau von Zellen, Organen oder Körperteilen, verbunden mit einer Funktions- und Leistungsminderung des betroffenen Organs. Die Begriffe Degeneration und Dystrophie werden manchmal gleichbedeutend und nicht entsprechend ihrer ursprünglichen Bedeutung verwendet.

Zum Seitenanfang

Bitte wählen Sie einen Buchstaben aus:

Begriffe mit den Anfangsbuchstaben Ä, Ö oder Ü finden Sie unter den Buchstaben A, O und U.

Zuletzt geändert am 08.01.2016 05:14