Über das Potsdam Meeting

Das "Potsdam Meeting" wurde im Jahre 2005 auf Initiative von Franz Badura, ehrenamtlicher Fachbereichsleiter der Selbsthilfevereinigung Pro Retina Deutschland e. V. ins Leben gerufen. Der Wissenschaftliche und Medizinische Beirat dieser Vereinigung nahm diese Idee sehr positiv auf und benannte ein dreiköpfiges Organisationskomitee aus seinen Reihen, bestehend aus den Professoren Bernhard Weber, Klaus Rüther und Olaf Strauß, die das Pro Retina Forschungskolloquium seitdem inhaltlich und programmatisch betreuen.

Traditionell ist Deutschland auf dem international äußerst kompetitiven Gebiet der Netzhautforschung sehr stark vertreten. Erfreulicherweise haben diese Anstrengungen in den letzten 10 bis 15 Jahren zu enormen Fortschritten im Bereich der Erforschung von Mechanismen der Netzhautdegeneration geführt. Erste Ansätze innovativer Therapien und klinische Studien werden aktuell durchgeführt und weitere sind bereits in der Vorbereitung.

Um der zukünftigen Entwicklung im Bereich der Netzhautforschung Rechnung zu tragen, bedarf es einer kontinuierlichen Pflege der bisher etablierten nationalen und internationalen Netzwerke, aber auch einer Integration unterschiedlichster Fachdisziplinen, um das bestehende Forschungsspektrum zu erweitern. Schließlich muss dafür gesorgt werden, dass sich junge Wissenschaftler in Deutschland und Europa auch weiterhin für die diversen Forschungsbereiche der Netzhautdegeneration begeistern und entsprechend ihre Karriereplanung auf diesem bedeutenden Themengebiet aufbauen.

Primäres Anliegen des Potsdam Meetings ist es nach wie vor, all diejenigen Forscher zusammen zu bringen, die ihren unmittelbaren Fokus auf Arbeiten zu retinalen Degenerationen legen. Wir möchten jedoch auch immer wieder neue Gruppen interessieren, die sich bisher an den Förderprogrammen für die Erforschung der Netzhautdegeneration nicht unmittelbar beteiligt haben. In diesem Symposium soll der Status Quo der aktuellen Netzhautforschung weit über Deutschland hinaus aufgezeigt werden, um so auch eine Positionierung im internationalen Vergleich zu ermöglichen.

Wichtig ist uns hierbei vor allem, dass diese Kommunikation insbesondere von jungen Nachwuchswissenschaftlern in einem interdisziplinären Dialog mit den etablierten Forschern der gesamten Retina-Szene möglichst auf allen Ebenen geführt, ausgebaut und vertieft wird.

Zuletzt geändert am 08.08.2016 11:18