Netzhauttransplantation

Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung ist die Netzhauttransplantation. Diese Arbeiten, welche bisher an Tieren und neuerdings vereinzelt bereits an Menschen durchgeführt werden, sollen vor allem ermitteln, ob Netzhauttransplantationen künftig zur Behandlung von MD und RP angewandt werden können, um das Sehvermögen betroffener Personen längerfristig zu erhalten. Die transplantierten Zellen sollen entweder die übrigen Netzhautzellen vor weiterer Degeneration schützen oder als langfristiger Ersatz dienen, der fähig ist, dem Gehirn ein scharfes Bild zu übermitteln.

Die bisherigen Ergebnisse zeigen, daß die Transplantation von Netzhautzellen an Menschen keine Schäden und in der Regel auch keine Abstoßreaktionen hervorrufen, jedoch konnten bisher keine Sehverbesserungen nachgewiesen werden. Für die altersabhängige Makuladegeneration ist von besonderem Interesse, ob die Transplantation von Pigmentepithelzellen in bestimmten Situationen zu einer Verbesserung des Sehens führen könnte. Dieses ist z.B. interessant für Patienten, bei denen neugebildete Gefäße chirurgisch entfernt wurden. Die z.T. enttäuschenden Ergebnisse hinsichtlich des Sehvermögens hängen zum großen Teil mit dem fehlenden Pigmentepithel zusammen.

Zuletzt geändert am 21.05.2015 12:15