Die berufliche Ausbildung Autorin: Dr. Maike Gattermann-Kasper

Auch junge Menschen können von Sehbehinderungen betroffen sein. Sie sollten sich frühzeitig informieren, um eine Teilhabe am Arbeitsleben zu gewährleisten.

In einem Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit ist abzuklären, welche Möglichkeiten bestehen, eine Ausbildung für einen sehbehinderten oder blinden Menschen zu erlangen. Durch berufliche Ausbildung soll vermieden werden, dass dieser sich gesellschaftlich oder beruflich isoliert. Die Beratung von sehbehinderten oder blinden Jugendlichen bzw. Erwachsenen erfolgt durch die Berufsberater der Agentur für Arbeit (§§ 30 folgende SGB III, § 104 SGB IX). Die Beratung umfasst alle Fragen der Berufswahl, der beruflichen Entwicklung und bei einem Berufswechsel auch die Perspektiven einer beruflichen Umqualifizierung. Der Berater muss die Neigung, die Eignung und die Leistungsfähigkeit des sehbehinderten oder blinden Menschen einschätzen. Dessen Leistungsprofil vergleicht er mit den Anforderungsprofilen der angebotenen Ausbildungs- oder Arbeitsstellen.

Menschen mit Schwerbehinderung können durch die Agentur für Arbeit auch finanzielle Leistungen empfangen. Diese sind bei der Agentur für Arbeit vor Beginn einer Maßnahme zu beantragen. Auch Arbeitgeber, die behinderte oder schwerbehinderte Menschen einstellen, beschäftigen oder ausbilden, können unterschiedliche Leistungen durch die Agentur für Arbeit erhalten. Letztere entscheidet selbst über einen solchen Antrag.

Zuletzt geändert am 19.04.2013 15:52