Die Rückkehr der Nomadin Integration und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen als wechselseitiger Lernprozeß
von Dipl.-Psych. Dr. phil. Eva-Maria Glofke-Schulz

Zusammenfassung (Teil 1)

Krankheit, Behinderung, Älterwerden und schließlich Sterbenmüssen gehören zu den Grundbedingungen des Menschseins. Die gängige Unterscheidung wischen "behinderten" und "nicht behinderten" Menschen mit ihren bewußten und unbewußten Implikationen ist daher nur begrenzt sinnvoll. So stellt sich die Frage, was die individuelle und kulturelle Auseinandersetzung mit den natürlichen Begrenzungen des Lebens für bereits von Behinderung betroffene und für (noch?) nicht selbst betroffene Menschen bedeuten.

Auftretende Krisen werden als Entwicklungschancen aufgefaßt. Integration nd gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen werden nicht als einseitige Anpassung, sondern als wechselseitiger Lernprozeß verstanden. Die Utopie eines kulturellen Wertewandels wird ebenso gewagt wie der Entwurf eines Selbstverständnisses, das auf zerstörerische Allmachtsphantasien verzichtet. Behinderungsverarbeitung, Normreflexion sowie das Bemühen um Selbstbestimmung, Integration und Partizipation könnten zu einem umfassenderen Heilungsprozeß jenseits medizinischen Fortschrittsglaubens beitragen.

Schlüsselwörter:

Begrenzungen des Lebens - Gotteskomplex - Behinderung als soziales Phänomen - Krise als Chance - Träume als Ressource -Problemlösungsrepertoire - Phasenmodelle - Akzeptanzbegriff - Sinnmöglichkeiten - Selbsttranszendenz - wechselseitiger Lernprozeß - Wertreflexion - kultureller Wertewandel.

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Zuletzt geändert am 22.08.2013 12:30