Berichte

Aus dem Arbeitskreis

  • Seminar 2017

  • Das besondere Mobilitäts-Seminar des AKM 2017in Stuttgart

    Wieder ein regionaler Seminar-Schwerpunkt . Nach Suhl in Thüringen nun Baden- Württemberg.
    Von Elke Lehning-Fricke

    Die Landesbehindertenbeauftragte Stefanie Aeffner - Thomas stetter ist auch im Landesbehindertenbeirat - stand uns einen Nachmittag zum Thema Barrierefreiheit im Ländle bei der Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention zur Verfügung.
    In der ausführlichen Diskussion wurden die Vernetzung unserer behindertenpolitischen Forderungen mit der Landespolitik und den Problemen - so bei z.B. im Bundesteilhabegesetz oder der Landesbauordnung und der Chancen deutlich.

    Thomas Stetter konnte durch seine guten Kontakte weitere Highlights organisieren.
    Ein Referent der Deutschen Bahn stellte das Projekt Stuttgart 21 und die Koordination in der Umsetzung der Barrierefreiheit in den einzelnen Planungsschritten vor . Die Einbeziehung der Behindertenverbände lässt einiges Hoffen.

    Der gang durch die Innenstadt zeigte das alte Problem, dass Rillen ohne Kontrast lediglich eingefräst wurden - in Berlin konnte es auf der Straße Unter den Linden vor Jahren gerade noch verhindert werden. Die Nichtbeachtung des visuellen Kontrastes bei taktilen Informationen ist ein Problem, das immer noch in vielen Varianten vorkommt!

    Die Führung für sehbehinderte Menschen durch das Mercedes -Benz Museum war trotz der notwendigen barrieerefreien Nachrüstung entsprechend der aktuellen Entwicklungen für alle sehr informativ und beeindruckend. Mit weißen Handschuhen zum berühren der wertvollen Oldtimer und einem Audio Guide, der aber schwer zu bedienen war konnten vertiefte Einblicke gewonnen werden.

    Die Multiplikatoren aus sieben Bundesländern und 15 Kommunen berichteten über ihre laufende Gremienarbeit und die besonderen Projekte.

    Dank der hervorragenden Vorbereitung, was im Raum Stuttgart schon eine besondere Herausforderung für Thomas Stetter bedeutete, konnte das anspruchsvolle Programm ziemlich barrierefrei durchgeführt werden - vielen Dank an Thomas !

    Dass ausführliche Protokoll von Angelika Burkhardt steht wieder auf der Homepage im Mitgliederbereich der PRO RETINA zur Verfügung

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Seminar 2016

AKM-Seminar in Thüringen - Aufbruch in den neuen Bundesländern

von Elke Lehning-Fricke

Da die PRO RETINA bis auf Sachsen und Berlin in den neuen Bundesländern nur spärlich mit Mitgliedern und auch Aktiven im Bereich des Themas Mobilität vertreten ist, fand diesmal von Freitag 10.06. bis Sonntag, 12.06.2016 das AKM Seminar in Suhl am Südhang des Thüringer Waldes statt, mit dem Ziel, die Vorort-Initiativen in der Region zu stärken.

Unter dem Titel "Barrierefreiheit in Thüringen - Projekte aus Suhl und Umgebung" griff das Seminar wichtige Probleme der Mobilität für Menschen mit Seheinschränkungen am Beispiel der Ferienregion Thüringer Wald auf und führte die Themen früherer Seminare fort. Informiert wurde über: die Aus- und Weiterbildung Thüringer Architekten, die Fortschritte im Bereich "Tourismus für alle", das Umsetzen der aktuellen Checklisten zum Thüringer ÖPNV, den Schwierigkeiten des Durchsetzens der Forderungen nach visuellen Kontrasten bei der Vergabe öffentlicher Aufträge und die Berücksichtigung von Kontrasten bei Farbkonzeptionen (z. B. beim Design für Altenheime und Krankenhäuser).

Ein Strategiepapier zu den Forderungen der Barrierefreiheit für sehbehinderte Menschen wurde initiiert und wird veröffentlicht.
AKM-Strategiepapier 2016

Mit 19 Teilnehmern gelang wieder ein umfangreicher Gedankenaustausch, der für eine gute Koordination und gegenseitige Unterstützung unverzichtbar ist.
Die Teilnehmer, die alle aktive Multiplikatoren sind, kamen aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen.
Sie vertreten Initiativen in zwölf Regionen.
Angelika Burkhardt aus Suhl konnte mit ihrem in den vergangenen Jahren aufgebauten Netzwerk wichtige Referenten z. B. aus Erfurt, Suhl, Oberhof und Münster einbeziehen. Sie organisierte unsere Tagung mit vielen Höhepunkten und einer Fülle wichtiger Informationen.

Für Juni 2017 plant Thomas Stetter ein Fortbildungsseminar im Raum Stuttgart.
DIE AUTORIN Elke Lehning-Fricke lebt in Berlin. Sie ist Mitglied des Vorstands und leitet den Arbeitskreis.

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Seminar 2015

Barrierefreie Mobilität

Von Erhard Aufderhaar

In der Zeit vom 21. bis 23. August 2015 trafen sich 18 Mitglieder des AK Mobilität zum 14. Fortbildungsseminar in Soest. Auch diesmal standen interessante Themen auf der Tagesordnung, so dass sich zeitweise 3 Vorstandsmitglieder im Seminar mit eingebracht haben.

Mit professoraler Unterstützung wurde uns die korrekte Bestimmung des Leuchtdichtekontrastes verständlich gemacht. Die in verschiedenen Normen angegebenen Kontrastwerte werden unter genormten Bedingungen (Beleuchtung, Winkel) ermittelt, sind also reproduzierbar und vergleichbar.

Wichtige Informationen zu Innenraumbeleuchtungen wurden uns von einer Vertreterin eines namhaften Leuchtenherstellers nähergebracht. Angepasste Lichtverhältnisse sind für Sehbehinderte von außerordentlicher Bedeutung. Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung und Blendfreiheit sind von großer Wichtigkeit. An Beispielleuchten wurde demonstriert, wie unterschiedlich die Bedarfe an Helligkeit, Lichttemperatur und –-farbe sein müssen, um optimale Arbeits- und Wohlfühlbedingungen zu erzielen

Ernüchternd mussten die Seminarteilnehmer zur Kenntnis nehmen, dass Barrierefreiheit im Bereich des Barrierefreien Bauens sehr unterschiedlich buchstabiert wird. In den 16 Bundesländern existieren 16 Länder-Bauordnungen. Die Inhalte der 16 Listen der Technischen Baubestimmungen können sehr unterschiedlich sein. Von Interesse sind für unseren Personenkreis besonders die unterschiedlichen Regelungen im Bereich der sensorischen Belange. Gerade hier wird oft mit den Begriffen „kann“ und „sollte“ operiert.

Des Weiteren wurde über ein Aufbaustudium für Architekten und Bauingenieure zu einem qualifizierten Fachmann für barrierefreies Bauen berichtet. Leider werden in den regulären Studiengängen diese Inhalte nur selten oder nur unzureichend vermittelt.
In einem weiteren Vortrag wurde detailliert über die Qualifikation von Beratern und Dienstleistern für sehbehindertengerechtes Bauen berichtet.

Intensiv diskutierte man über den Inhalt und die Form von Infoblättern, die der AK den Ehrenamtlern vor Ort an die Hand geben möchte. Auf diesen Blättern sind in knapper Form die wichtigsten Regelungen und Forderungen zu einem bestimmten Sachgebiet aufgelistet. Grundlage sind beispielsweise Gesetze und Normen, die dem allgemeinen Stand der Technik entsprechen.

Zu kurz kamen die vielen Berichte der sehr aktiven Teilnehmer . Es gibt zahlreiche aktuelle Probleme in deren heimischen Umfeld. Fehlerhafte Planungsunterlagen oder nicht vorlagengerechte Umsetzungen erforderten und erfordern unser konsequentes Eingreifen und die Aufklärung der Verantwortlichen zu unseren Forderungen. Theorie und Praxis liegen oft weit auseinander.

Seminarprotokoll

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Seminar 2014

Praxischeck der Guide4Blind-App in Soest

von Angelika Burkhardt, Suhl

Innerhalb der PRO RETINA e.V. befasst sich vor allem der Arbeitskreis Mobilität (AKM) mit der Herstellung der Barrierefreiheit für uns Sehbehinderte und Blinde. Neue DIN-Vorschriften, die überarbeiteten Länder-Bauordnungen sowie die neuen Möglichkeiten unter anderem der Smartphones bedeuten großen Gesprächsbedarf bei den Mitgliedern des Arbeitskreises.

Das AKM-Seminar fand vom 22. bis 24. August 2014 in Soest statt. Angemeldet hatten sich erfreulich viele „Neue“ oder Aktive aus anderen Arbeitskreisen, die das Seminar mit ihren Fragen bereicherten und mitgestalteten. Am Freitag wurde - nach der obligatorischen Begrüßung, Vorstellungsrunde und der allgemeinen Einweisung - mit dem Hauptthema des AKM-Seminars begonnen: Unser Referent Jörn Peters, einer der Projektverantwortlichen von Guide4Blind in Soest, stellte uns sein Projekt von der ersten Idee über die Funktionsweise der App (Applikation = Anwendersoftware auf dem Smartphone) bis hin zum anschließenden Praxischeck in der Soester Altstadt vor.

Guide4blind hat die Aufgabe, eine „touristische Plattform unter Berücksichtigung der Belange von sehbehinderten und blinden Menschen“ zu entwerfen. Die Bedienbarkeit war so zu optimieren, dass es für verschiedenste Nutzergruppen ein anwender-freundliches Hilfsmittel darstellt. Umgesetzt wird die Idee Guide4blind unter anderem in der Anwendung CityGuide für die Stadt Soest. Die App ist sowohl im Online- als auch im Offline-Modus verfügbar. Basis für die Anwendung CityGuide ist ein Smartphone mit Android- oder iOS-Betriebssystem, alle jeweils mit Sprachausgabe. Die Anwendung bezieht ihre Informationen aus drei Bereichen: Navigation, Geo-Daten und Kommunikation. Bei den Daten der Navigation handelt es sich um GPS-gesendete Daten von Straßen, Plätzen, dem Stadtplan allgemein. Die Geo-Daten erfassen topographische Informationen wie zum Beispiel verkehrsberuhigte Zonen, die aufgrund fehlender Kontraste oder taktiler Markierungen kaum eine Orientierung zulassen. Die Kommunikation sichert die Informationsgewinnung auf tagesaktuellem Stand ab, beispielsweise bei witterungsbedingten Straßensperrungen oder Tagesbaustellen.

Die gesammelten Daten laufen in der POI-Datenbank zusammen, wo diese ständig eingepflegt und kontrolliert werden. Dies führt tatsächlich zu einer hohen Präzision bei der Anwendung der Applikation, die ihren Nutzer bestimmt auf viele problematische Bereiche aufmerksam machen kann, aber niemals den Langstock als Kontrolle des Verkehrsraums ersetzen wird. Besonders interessant war die Verwendung des CityGuide nicht nur als präzises Navigationssystem, sondern auch die Möglichkeit, mithilfe dieser App aus touristischer Sicht eine eigens gestaltete Stadtführung - in Lang- oder Kurztext oder kindlich, mehrsprachig verfügbar - zu erleben. Hier gibt es Hilfe beim Orientieren für jedermann, ob als Informationsquelle zu den Sehenswürdigkeiten, Navigation für Blinde oder auch zu Einkaufsmöglichkeiten der Stadt Soest.

Am Samstagvormittag konnten wir Seminarteilnehmer uns von der App "Soester BusGuide" überzeugen. Das am Projekt beteiligte kommunale Verkehrsunternehmen "Regionalverkehr Ruhr-Lippe" stellte hierfür einen bereits mit Bluetooth-Technik nachgerüsteten Linienbus zur Verfügung, damit wir den Einsatz im Echtbetrieb ausprobieren konnten. Der BusGuide, über Smartphone zu empfangen, zeigte viele Vorteile: In Kopplung mit dem Guide4blind erfährt man die Zustiegsorte in der Nähe. Die sich nähernde Straßenbahn oder der Bus werden per Bluetooth bis zu 100 m entfernt erkannt und man kann seinen Zustiegswunsch beim Fahrer anmelden. Für das Ausstiegs-Signal meldet man sich per App und sucht nicht den nächsten Drücker in Bus oder Bahn. Zwischenhalte und Sehenswürdigkeiten können mit touristischen Informationen angesagt werden. Unser Praxistest ergab viele Möglichkeiten, jedoch muss man den Gebrauch der App – wie bei allem Neuen – üben und damit den Informationsgewinn für sich erobern. Das vorgestellte Soester Modell hat viele Partner in der Region und bundesweit. Es wurde und wird mit EU-Fördergeldern und Bundesmitteln vorangetrieben. Trotzdem stellt es nur ein Modell dar, welches deutschlandweit in der Entwicklung ist und um die Nutzer buhlt. Wir werden die Weiterentwicklung kritisch verfolgen und unsere Einschätzung bei Bedarf abgeben. Für mobile sehbehinderte und blinde Menschen muss es das Ziel sein, ein überall verfügbares präzises Navigationssystem (mit-) nutzen zu können.

Am Samstagnachmittag hörten wir von Herrn Martin Lersmacher als zweites Schwerpunktthema einen sehr interessanten Bericht zu barrierefreiem Bauen, Planen und Umsetzen. Die gegebenen Beispiele waren aus dem Großraum Köln zusammengestellt, wo er als Objektmanager der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln und als Gutachter für barrierefreies Bauen arbeitet. Beispielsweise wurde das richtige Markieren von Hindernissen in öffentlichen Räumen und das Ausbilden von Bodenleitsystemen auch in denkmalgeschützten Bereichen gezeigt. Die kontrastreiche Gestaltung der Informationen muss gekoppelt sein mit dem taktilen Erfassen in zumutbarer Weise. Die Durchsetzung des Zwei-Sinne-Prinzip müssen wir mehr einfordern als bisher.

Im zweiten Teil seines Vortrags ging es um sehr praxisbezogene Fragen, die er mit Materialproben dokumentierte: Tür-Beschriftungen, Handlauf-Beschriftungen, taktile Informationen zum Innenstadtbereich, verschiedenste Materialien für Wand und Boden, auch preisgünstige Lösungen bringen den gewünschten Nutzen. Über „gestaltete Barrierefreiheit kontra Ästhetik?“ wurde heftig diskutiert. Hier konnten die aktuellen DINs zu barrierefreiem Planen und Bauen (DIN 18040), Bodenindikatoren (DIN 32984), Kontraste (DIN 32975) oder Lesbarkeit von Schriften (DIN 1450) wiederholt werden.

In einem weiteren Bericht stellte Wolfgang Schweinfurth seine Mainzer Beispiele zu gebauter Barrierefreiheit vor. Er berichtete von Schwierigkeiten und Erfolgen – vor allem bei der Durchsetzung von Bodenindikatoren in seiner Region.

Um die Außenwirkung des AKM zu erweitern, hat Angelika Burkhardt die Gestaltung neuer Info-Blätter vorgestellt. Hier sollen die Vorschriften aus DIN, Bauordnung, ASR und anderen themenbezogen zusammengestellt und leicht verständlich dargestellt werden. Aufgaben wurden verteilt und Verantwortlichkeiten festgelegt.

In abendlichen Gesprächsrunden wurden aktuelle Probleme angesprochen und wenn möglich, zur Lösung gleich weitergeholfen. Über die im zweimonatigen Rhythmus stattfindenden Telefonkonferenzen und der AKM-Mailingliste halten wir zwischen den Seminaren Kontakt, auch um die Umsetzung der Aufgaben aus dem 2014er Seminar zu kontrollieren. Gegenwärtig planen wir das AKM-Seminar 2015, wieder in Soest, wieder mit uns fordernden Themen.

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Seminar 2012

Wichtige Schritte zu mehr Barrierefreiheit

Von Elke Lehning-Fricke

Vom 29. Juni bis 1. Juli 2012 traf sich der Arbeitskreis Mobilität und Kontraste zum diesjährigen AKM-Seminar. Die Aktiven des Arbeitskreises hatten sich im letzten Jahr in verschiedenen Bereichen für Mobilitätserleichterungen und Barrierefreiheit eingesetzt. Die Vorstellung einer neuen Broschüre und von Leitfäden zur Barrierefreiheit für Naturparke und Museen sowie Berichte von vierzehn Regionalgruppen und zum aktuellen Stand von Schwerpunkten vorangegangener Seminare gaben einen Überblick über die Ergebnisse. Prof. Dr. Wilfried Echterhoff von der Universität Wuppertal war als Referent zu Gast. Er erläuterte die wieder vom Bundesministerium für Gesundheit finanzierte Neubearbeitung des Handbuches zur Verbesserung von visuellen Informationen im öffentlichen Raum. Zwar sind die wissenschaftlichen Ergebnisse des Forschungsberichtes zur Kontrastoptimierung als Orientierungshilfe für Sehbehinderte ebenso wenig überholt wie die Tatsache, dass zwei mal zwei vier ergibt, so Prof. Echterhoff. Auch die DIN 32 975 basiert auf diesen Grundlagen.

Dennoch war es notwendig – um dem Argument, das Handbuch sei veraltet entgegenzuwirken – eine neue Auflage herauszubringen. Die Broschüre ist diesmal nicht für Planer und Praktiker bestimmt, sondern soll in der Hand der in der Selbsthilfe Aktiven das Lobbying für unsere Mobilitätsanforderun-gen erleichtern. Dazu dient auch die Verteilung zum Beispiel über die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe und vieler weiterer Verbände.

Die Broschüre "Barrierefrei – und jeder weiß, wo es lang geht! Gefahrenabsicherung, Orientierung und Komforterhöhung durch Kontraste" wird im kommenden Herbst von PRO RETINA zur Verfügung gestellt werden. Mit der Referentin Martina Por-zelt, Diplom-Biologin M. A., vom Verband Deutscher Naturparke e. V. in Bonn wurde an der Entwicklung eines Leitfadens zur Umsetzung der Rahmenzielvereinbarung zum barrierefreien Naturerleben in den Naturparken in Deutschland auf der Grundlage des § 5 des Bundesgleichstellungsgesetzes gearbeitet.

Bettina Scheeder, M. A., Geschäftsführerin des Museumsverbandes Rheinland-Pfalz e. V., stellte den Entwurf eines Leitfadens für barrierefreie Museen vor. Mit diesem wird dem Auftrag der UN-Behindertenrechtskon-vention (BRK), der Deutschland 2009 beigetreten ist, entsprochen. PRO RETINA ist in der BRK Allianz – ein Zusammenschluss von 78 Behindertenorganisationen – mit dem Thema Mobilität in vier Teilbereichsgruppen für die Erarbeitung eines Parallelberichtes zum Staatenbericht vertreten.

Über den aktuellen Stand der Erarbeitung von Leitfäden und Zielvereinbarungen auf Bundesebene zur Umsetzung von mehr Barrierefreiheit informierten die Aktiven in den Bereichen: • Campingplätze, Deutsches Jugendherbergswerk, Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft • Telekom: Telefonstelen, Mobilfunk, Internet, T-Shops • Stadtführer Weiterhin verfolgen die Ansprechpartner die Diskussionen zu Elektroautos, Shared Space, barrierefreies Krankenhaus und die Entwicklungen auf der DIN Ebene.

Im kommenden Jahr muss der Jugendgruppe ein spezielles Angebot gemacht werden. Dem Informationsbedarf in den Institutionen des öffentlichen Raumes soll mit einem Schulungskonzept zu den Anforderungen sehbehinderter Menschen begegnet werden.

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Zuletzt geändert am 01.08.2017 12:22